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Adam Back bricht das Schweigen über die Dokumentation ‚Finding Satoshi‘ und widerlegt die neueste Theorie über den Bitcoin-Schöpfer

vor 5 Stunden
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Debatte über „Finding Satoshi“

Die Debatte über die kürzlich veröffentlichte Dokumentation „Finding Satoshi“ ist in vollem Gange. Während einige den Film als die überzeugendste Untersuchung des Geheimnisses um den Schöpfer von Bitcoin betrachten, hat Adam Back, CEO von Blockstream und ein langjähriger Akteur der Branche, die Schlussfolgerungen scharf kritisiert und auf unvereinbare logische Widersprüche hingewiesen.

Hypothese der Dokumentation

Die Dokumentation, an der die Regisseure Tucker Tooley und Matthew Miele mehr als vier Jahre gearbeitet haben, stellt die Hypothese auf, dass das Pseudonym Satoshi Nakamoto nicht eine einzelne Person, sondern ein Duo prominenter Cypherpunks – Hal Finney und Len Sassaman – repräsentiert. Die Autoren ordnen den beiden spezifische Rollen zu: Hal Finney (verstorben 2014) soll für das Schreiben des Programmcodes verantwortlich gewesen sein, während Len Sassaman (verstorben 2011) die theoretischen Grundlagen und den Text des Bitcoin-Whitepapers verfasst haben soll.

Kritik von Adam Back

Der Film stützt sich auf Indizien wie linguistische Analysen – insbesondere Sassamans britisches Englisch – ihre gemeinsame Arbeit an PGP und die Besonderheiten ihrer Online-Aktivitäten. Adam Back, den die New York Times Anfang April als den wahrscheinlichsten Kandidaten für die Rolle von Satoshi bezeichnete, was er jedoch kategorisch bestreitet, beschreibt die Theorie des Films als „seltsam“ und selbstwidersprüchlich.

Seine Hauptargumente gegen die „Sassaman-Finney-Theorie“ sind Zeitunterschiede und geografische Aspekte. Während der aktiven Entwicklungsphase von Bitcoin lebte Len Sassaman in Belgien und arbeitete an seiner Doktorarbeit an der KU Leuven. Back weist darauf hin, dass die Zeitpunkte von Satoshis Forum-Beiträgen nicht mit Sassamans europäischem Tagesablauf übereinstimmen. Die Dokumentation schloss sehr frühzeitig alle in Europa lebenden Personen aus, basierend auf den Zeiten der Forum-Beiträge. Len war zu dieser Zeit in Europa, an der KU Leuven, Belgien, und verfolgte von 2004 bis zu seinem Tod 2011 einen Doktortitel. Wie macht es also Sinn für diesen letzten „Patch“, wenn Len das Schreiben übernahm?

Darüber hinaus betont Back, dass, wenn Sassaman tatsächlich den Haupttext geschrieben hätte, die letzten Änderungen und die Aktivität des Schöpfers zu bestimmten Zeitpunkten – zum Beispiel, als Finney einen Marathon lief, während Satoshi online war – die Theorie der geteilten Rollen unmöglich machen würden. Laut Back war Hal Finney stets nur der erste Benutzer und Tester, nicht ein Mitautor des Systems.

Unterstützung für den Film

Trotz Back’s Skepsis hat der Film Unterstützung von anderen wichtigen Persönlichkeiten erhalten. So bezeichnete Brian Armstrong, CEO von Coinbase, die Untersuchung als „den tiefsten Blick auf das Thema“, während Mark Cuban den Film als „sehr hochwertig und zum Nachdenken anregend“ beschrieb.