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Adam Back warnt die Bitcoin-Community vor einem ‚wörtlichen Downgrade‘: Warum BIP-110 als Trojanisches Pferd für BTC gilt – U.Today

vor 4 Stunden
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Konflikt um BIP-110 in der Bitcoin-Community

Innerhalb der Bitcoin-Community ist ein Konflikt um BIP-110 entbrannt, der bis März 2026 zu einem der am meisten diskutierten Themen im Zusammenhang mit der führenden Kryptowährung geworden ist. Für diejenigen, die nicht vertraut sind: BIP-110 ist ein Verbesserungsvorschlag für Bitcoin, der von einem Entwickler unter dem Pseudonym Dathon Ohm im Dezember 2025 eingebracht wurde. Ziel ist es, das Volumen willkürlicher Daten, Bilder und Videos, die über Protokolle wie Ordinals und Runes in die Blockchain geschrieben werden, zu begrenzen.

Zentrale Komplikationen des Vorschlags

Die Methode sieht jedoch die Einführung eines vorübergehenden 12-monatigen Soft Forks vor, um Spam auf Konsensebene zu filtern. Hier entsteht die zentrale Komplikation. Adam Back, CEO von Blockstream und eine Figur, die Satoshi Nakamoto selbst im Bitcoin-Whitepaper erwähnte, sowie andere Branchenveteranen wie Jameson Lopp und Wang Chun haben sich entschieden gegen BIP-110 ausgesprochen.

Argumente gegen BIP-110

Zunächst führen sie die Bedrohung der Neutralität an. Back ist der Meinung, dass Versuche, Transaktionsarten auf Konsensebene zu zensieren, schädlicher für das Netzwerk sind als der Spam selbst, gegen den er aktiv kämpft. Zweitens besteht das Risiko der Konfiszierung. Der Vorschlag könnte einige bestehende UTXOs unbrauchbar machen, was effektiv einer Einfrierung der Benutzerfonds gleichkommt. Schließlich gibt es das Risiko eines Netzwerkspalts. Die Aktivierung eines Soft Forks ohne breite Zustimmung, mit einem vorgeschlagenen Schwellenwert von 55 % anstelle der traditionellen 95 %, könnte dazu führen, dass die Blockchain in mehrere Zweige aufgeteilt wird.

Technische Probleme und Debatte

Ein weiteres Problem ist, dass BIP-110 einen absichtlichen, wörtlichen Downgrade darstellt. Es beeinträchtigt den Benutzerspeicher, friert UTXOs ein, bricht Miniscript, deaktiviert OP_IF und schränkt Upgrade-Hooks ein. Auch der vorübergehende Soft Fork wird als problematisch angesehen.

Um die Debatte anzuheizen, beschuldigte ein weiterer bekannter Bitcoiner unter dem Spitznamen Hodlnaut Adam Back der Arroganz und der Ignorierung des Problems der Protokollverwaltung.

Ausblick auf die Zukunft von BIP-110

BIP-110 wird höchstwahrscheinlich als bedeutender Filter in die Geschichte eingehen. Wenn das Netzwerk es ablehnt, wird Bitcoin seinen Widerstand gegen Zensur bekräftigen. Wird es akzeptiert, könnte BTC den ersten Schritt in Richtung einer zentralisierteren Governance machen, bei der sich die Regeln je nach vorherrschender Agenda ändern können.

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