Rückholung von Betrugsopfern in Louisiana
Die Behörden in Louisiana haben erfolgreich 200.000 Dollar von Kryptowährungsbetrügern zurückgeholt, die ältere Einwohner über Bitcoin-ATMs ins Visier genommen haben. Diese Rückholung erfolgt im Rahmen eines neuen Staatsgesetzes, das stärkere Schutzmaßnahmen gegen Betrug mit digitalen Währungen einführt.
Betrugsmasche und Opfer
Die Strafverfolgungsbehörden identifizierten mindestens vier ältere Opfer in Louisiana und Texas, die einem ausgeklügelten Betrugsplan zum Opfer fielen. Die Betrüger kontaktierten die Opfer und behaupteten, ihre Bankkonten seien kompromittiert worden. Sie beschuldigten die Senioren, in Verbindung mit ihren Konten Kinderpornografie-Anklagen zu haben, und drohten mit sofortiger Festnahme, es sei denn, die Opfer zahlten Tausende von Dollar über Bitcoin-ATMs. Diese angstmachende Taktik erwies sich in mehreren Fällen als effektiv.
Die Rolle der Bitcoin-ATMs
Der Betrugsplan beruht darauf, die Bequemlichkeit von Bitcoin-ATMs auszunutzen. Diese Maschinen ähneln traditionellen Geldautomaten, ermöglichen es den Nutzern jedoch, digitale Vermögenswerte mit Bargeld zu erwerben. Die Betrüger leiteten die Opfer zu diesen Geräten, da die Transaktionen schnell und einfach sind.
Alfred Mason, Präsident von AARP Louisiana, beschrieb einen Fall, der einen Bewohner aus der Hauptstadtregion betraf, der die Warnungen seiner Familienmitglieder ignorierte. Die Tochter des Opfers drängte ihre Mutter wiederholt, das Telefonat mit dem Betrüger zu beenden, und schlug vor, die Masons zur Überprüfung zu kontaktieren. Das Opfer führte die Transaktion dennoch durch und wandte sich erst nach Abschluss der betrügerischen Überweisung an die Masons.
Ihre Erfahrung verdeutlicht, wie effektiv Betrüger ihre Ziele durch psychologischen Druck manipulieren. Bitcoin-ATMs sind aufgrund ihrer Zugänglichkeit zu einem bevorzugten Werkzeug für Kriminelle geworden. Eine schnelle Suche zeigt, dass in der Region etwa 40 solcher Maschinen in Betrieb sind. Diese Geräte ermöglichen schnelle Überweisungen auf Konten überall auf der Welt.
Neue Gesetzgebung und Schutzmaßnahmen
Die kürzlich verabschiedete Gesetzgebung schreibt mehrere Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung von Kryptowährungsbetrug vor. Alle Bitcoin-ATMs müssen nun auffällige Beschilderungen anzeigen, die die Nutzer darüber informieren, dass keine Regierungs- oder Staatsbeamten jemals Bargeldeinzahlungen über diese Maschinen anfordern werden. Deon Guillory bestätigte, dass die Behörden diese Warnungen an allen Bitcoin-ATMs im Bundesstaat angebracht haben.
Die Maschinen selbst wurden mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen aktualisiert. Wenn Nutzer Transaktionen versuchen, geben die ATMs jetzt direkte Warnungen aus. Eine Nachricht erscheint, wenn Beträge zum Einzahlen ausgewählt werden, und weist darauf hin, dass der Erhalt eines QR-Codes oder einer Wallet-ID von jemandem wahrscheinlich ein Betrug ist.
Das Gesetz legt zudem ein tägliches Limit von 3.000 Dollar für Einzahlungen fest, um zu verhindern, dass Opfer große Summen in einer einzigen Transaktion verlieren. Eine 72-stündige Wartezeit verzögert nun alle Überweisungen, was den Opfern die Möglichkeit gibt, betrügerische Aktivitäten zu erkennen und Rückerstattungen zu beantragen, bevor die Gelder die Betrüger erreichen.