Regulatorische Bemühungen um digitale Vermögenswerte in Asien 2026
Wichtige Finanzzentren in Asien intensivieren im Jahr 2026 ihre regulatorischen Bemühungen um digitale Vermögenswerte. Hongkong plant, bereits im März seine ersten Stablecoin-Lizenzen auszustellen, während die Zentralbank Malaysias mit dem Testen von ringgit-basierten Stablecoins und tokenisierten Einlagen unter ihrem Innovationszentrum beginnt.
Hongkongs regulatorischer Rahmen für Stablecoins
In Hongkong bestätigten Regierungsbeamte, dass das Gebiet auf Kurs ist, im März 2026 die erste Charge von Lizenzen für Stablecoin-Emittenten im Rahmen eines durch die Stablecoins-Verordnung etablierten regulatorischen Rahmens zu erteilen. Diese Verordnung verlangt von potenziellen Emittenten, strenge Standards in Bezug auf Anwendungsfälle, Risikokontrollen, Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Reserveunterstützung zu erfüllen, bevor sie autorisiert werden. Zunächst wird nur eine sehr begrenzte Anzahl von Lizenzen erwartet, da sich die Regulierungsbehörden auf die betriebliche Bereitschaft und die Einhaltung der Vorschriften konzentrieren.
In Bezug auf den regulatorischen Vorstoß haben Hongkongs Finanzsekretär und Beamte der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) ihr Ziel bekräftigt, ein sicheres und reguliertes Stablecoin-Ökosystem zu fördern. Dies ist Teil des breiteren Ziels der Stadt, ein regionales Zentrum für digitale Finanzen, Zahlungen und tokenisierte Vermögenswerte zu werden.
Initiativen in Malaysia
In Kuala Lumpur hat das Digital Asset Innovation Hub (DAIH) von Bank Negara Malaysia drei Initiativen gestartet, um ringgit-denominierte Stablecoins und tokenisierte Einlagen im Jahr 2026 zu testen. Diese Pilotprojekte, die von der Standard Chartered Bank Malaysia, Capital A, Maybank und CIMB geleitet werden, untersuchen Anwendungsfälle für Großhandelszahlungen und -abwicklungen, einschließlich inländischer und grenzüberschreitender Transaktionen. Die Tests werden in einer kontrollierten Umgebung durchgeführt, um die Auswirkungen auf die monetäre und finanzielle Stabilität zu bewerten und die politische Richtung zu informieren.
Im Rahmen des DAIH bewerten die Teilnehmer, wie Stablecoins und digitale Einlagentoken die Abwicklung rationalisieren, die Liquidität verbessern und die institutionelle Zahlungsinfrastruktur modernisieren könnten, während gleichzeitig regulatorische Schutzmaßnahmen erhalten bleiben. Die Behörden in Malaysia planen, bis Ende 2026 mehr Klarheit über den Einsatz und den politischen Rahmen für ringgit-gebundene digitale Vermögenswerte zu schaffen.
Fazit
Zusammen zeigen diese Entwicklungen einen konzertierten regionalen Trend zur Formalisierung digitaler Finanzinstrumente.
Hongkongs Schritt zur Erteilung von Lizenzen für regulierte Stablecoin-Emissionen stimmt mit Malaysias Experimenten mit tokenisiertem Geld überein und spiegelt eine zunehmende Bereitschaft unter asiatischen Regulierungsbehörden wider, digitale Vermögenswerte in die regulären Finanzsysteme unter strenger Aufsicht zu integrieren.