Einführung
Ein australischer Senatsausschuss hat seinen Bericht über den vorgeschlagenen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte der Regierung vorgelegt und unterstützt ein Gesetz, das Krypto-Plattformen und Verwahrungsdienste unter das Finanzdienstleistungsregime des Landes bringen würde.
Regulatorische Modernisierung
Der Senatsausschuss für Wirtschaftsgesetzgebung erklärte, dass der Gesetzentwurf einen Schritt in Richtung Modernisierung der Aufsicht über digitale Vermögenswerte darstellt, einer Branche, die sich laut den Gesetzgebern schnell ausdehnt, aber ungleichmäßig reguliert bleibt. Dieser Schritt baut auf früheren Maßnahmen australischer Regulierungsbehörden auf, einschließlich der verpflichtenden AUSTRAC-Registrierung für Krypto-Börsen und Konsultationen des Finanzministeriums, die darauf abzielen, digitale Vermögensplattformen in das Finanzdienstleistungsrahmenwerk des Landes zu integrieren.
Der vorgeschlagene Gesetzentwurf
Der vorgeschlagene „Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025“, der am Sonntag veröffentlicht wurde, würde das Corporations Act und das ASIC Act ändern, um ein Lizenz- und Compliance-Regime für Unternehmen zu schaffen, die digitale Token im Auftrag von Kunden halten oder verwalten.
Lizenz- und Compliance-Anforderungen
Im Rahmen des Rahmens müssten Betreiber von digitalen Vermögensplattformen und tokenisierten Verwahrungsdiensten in der Regel eine australische Finanzdienstleistungslizenz besitzen, die Standards zur Vermögenssicherung einhalten und Offenlegungspflichten beim Onboarding von Privatkunden erfüllen. Die Gesetzgeber erklärten, dass die Änderungen darauf abzielen, regulatorische Lücken zu schließen, die es Unternehmen derzeit ermöglichen, große Mengen an digitalen Vermögenswerten von Kunden ohne die in der traditionellen Finanzwirtschaft erforderlichen Schutzmaßnahmen zu halten.
Definitionen und Ziele
Das Gesetz definiert zentrale Konzepte wie „digitale Token“, „digitale Vermögensplattformen“ und „tokenisierte Verwahrungsplattformen“ und zielt darauf ab, Intermediäre, die mit Kundenvermögen umgehen, unter das bestehende Finanzdienstleistungsgesetz zu bringen, anstatt die Blockchain-Technologie selbst zu regulieren.
Übergangsfrist und Branchenreaktion
Wenn es in Kraft tritt, würde das Regime eine sechsmonatige Übergangsfrist für Anbieter umfassen, die noch keine australische Finanzdienstleistungslizenz besitzen. Branchenverbände begrüßten im Allgemeinen den Schritt in Richtung regulatorischer Klarheit.
Kate Cooper, CEO von OKX Australia, sagte gegenüber Decrypt, dass klarere Regeln dazu beitragen könnten, wirtschaftliche Gewinne zu steigern. „Gesetzliche Klarheit könnte die Grundlage für einen signifikanten Anstieg der Produktivitätsstandards in Australien sein“, sagte Cooper und verwies auf Forschungen des Digital Finance Cooperative Research Centre und des Digital Economy Council of Australia, die schätzen, dass Innovationen im Bereich digitale Finanzen bis zu 24 Milliarden Dollar pro Jahr oder etwa 1 % des BIP zur Wirtschaft beitragen könnten.
Sie fügte hinzu, dass digitale Vermögensplattformen stärkere Schutzmaßnahmen unterstützen, wie Kundenvermögen gehalten werden, während sie es australischen Unternehmen ermöglichen, innerhalb eines regulierten Rahmens auf globale Blockchain-Technologie zuzugreifen.
Ausblick
Der Gesetzentwurf wird nun die nächsten Phasen des parlamentarischen Verfahrens durchlaufen, während die Gesetzgeber die endgültige Verabschiedung des ersten umfassenden regulatorischen Rahmens für digitale Vermögensplattformen in Australien in Betracht ziehen.