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Australien strebt AU$24 Milliarden Gewinn an, während die RBA die Tokenisierung in den Märkten vorantreibt

vor 2 Stunden
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Tokenisierung und ihre Auswirkungen auf die australische Wirtschaft

Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat erklärt, dass die Tokenisierung jährliche Effizienzgewinne von bis zu AU$24 Milliarden für die nationale Wirtschaft bringen könnte. In diesem Zusammenhang hat die Zentralbank Erkenntnisse aus dem Projekt Acacia genutzt, um zu demonstrieren, dass tokenisierte Vermögenswerte und tokenisiertes Geld näher an einer praktischen Anwendung im Großhandelsfinanzwesen sind. Die nächste Phase des Projekts wird sich auf die Implementierung, die Koordination innerhalb der Branche und Markttests konzentrieren.

Erkenntnisse aus dem Projekt Acacia

Der stellvertretende Gouverneur der RBA, Brad Jones, betonte, dass die Zentralbank die Tokenisierung nun als eine Frage des „Wie“ und nicht des „Ob“ betrachtet. Diese Bemerkungen äußerte er bei der Präsentation der Ergebnisse des Projekts Acacia, das untersuchte, wie tokenisierte Vermögenswerte und Geld im Großhandelsfinanzsystem Australiens funktionieren könnten. Laut Jones schätzten Forschungen des Digital Finance Cooperative Research Centre, dass die Tokenisierung jährliche Effizienzgewinne von AU$24 Milliarden generieren könnte. Er fügte hinzu, dass die Vorteile weiter wachsen könnten, wenn die Technologie die Schaffung neuer Märkte und Dienstleistungen unterstützt.

Anwendungsfälle und Testmethoden

Das Projekt Acacia überprüfte 20 Anwendungsfälle im Zusammenhang mit tokenisierten Vermögenswerten, darunter Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Repos und Investmentfonds. Zudem testete das Projekt die Abwicklung mit vier Arten von Geld: Großhandels-Zentralbank-Digitalwährung, Salden von Abrechnungskonten, Stablecoins und Bankeinzahlungs-Token. Die Ergebnisse zeigten, dass verschiedene Formen von tokenisiertem Geld unterschiedliche Rollen erfüllen können. Jones erklärte, dass Stablecoins kleinere und neuere tokenisierte Märkte unterstützen könnten, während Bankeinzahlungs-Token besser für größere Märkte geeignet sein könnten, da Banken bereits unter aufsichtsrechtlichen Regeln arbeiten und Zugang zu Liquiditätsfazilitäten der Zentralbank haben.

Komplementarität von Stablecoins und Bankeinzahlungs-Token

Darüber hinaus betonte Jones, dass Stablecoins und Bankeinzahlungs-Token komplementär wirken könnten, anstatt direkt zu konkurrieren. Dieser Ansatz spiegelt die aktuelle Sichtweise der RBA wider, dass verschiedene tokenisierte Zahlungsmittel zu unterschiedlichen Teilen des Großhandelsmarktes passen könnten. Er wies auch darauf hin, dass Marktteilnehmer eine Großhandels-CBDC als „potenziell hilfreich, aber weit davon entfernt, unerlässlich“ für die Entwicklung tokenisierter Märkte ansehen. Er verwies auf die Vereinigten Staaten, wo tokenisierte Repo-Märkte bereits täglich Aktivitäten von fast 400 Milliarden Dollar verzeichnen, ohne von einer Großhandels-CBDC abhängig zu sein.

Neue Initiativen der RBA

Die RBA hat angekündigt, mit dem Rat der Finanzaufsichtsbehörden, dem DFCRC und den Marktteilnehmern an einer Reihe neuer Initiativen zu arbeiten. Eine digitale Finanzmarktinfrastruktur-Sandbox wird eine schrittweise Umgebung für das Testen von tokenisierten Vermögenswerten, Geld und Abwicklungssystemen bieten. Die Zentralbank wird auch die Zugangsregeln für Abrechnungskonten überprüfen, nachdem die Reformen zur Lizenzierung von Zahlungsdienstleistern das Parlament passiert haben. Darüber hinaus werden Aufsichtsbehörden und Branchenmitglieder eine gemeinsame Beratungsgruppe zur Tokenisierung bilden, während eine erweiterte Arbeitsgruppe für Einzahlungs-Token sich auf die Interoperabilität zwischen von verschiedenen Banken ausgegebenen Einzahlungs-Token konzentrieren wird.

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