Krypto-Investitionsbetrug in Australien
Ein 42-jähriger Mann aus Sydney wurde wegen eines mutmaßlichen Krypto-Investitionsbetrugs in Höhe von 3,5 Millionen Dollar (5 Millionen AUD) angeklagt, der mehr als 190 ältere und verletzliche Australier ins Visier nahm. Dies geschieht, während die Behörden ihre Bemühungen zur Bekämpfung des Anstiegs von krypto-verknüpftem Betrug verstärken.
Ermittlungen und Anklage
Die Polizei von New South Wales gab bekannt, dass Ermittler der Cybercrime-Einheit den Mann am Freitag nach einer Untersuchung unter dem Namen Strike Force Resaca anklagten. Diese wurde in diesem Monat eingerichtet, um einen großangelegten Betrug mit digitalen Vermögenswerten zu untersuchen, der im letzten November begann, so eine am Samstag veröffentlichte Erklärung.
Laut der Polizei wurden die Opfer zunächst über soziale Medien kontaktiert und erhielten Einladungen, in Krypto oder Aktien zu investieren. Anschließend wurden sie gedrängt, Gelder über ein Online-Portal namens NEXOpayment zu überweisen. Die Ermittler berichten, dass die Einzahlungen über ein Netzwerk von Krypto-Wallets und Börsen geleitet wurden, was einem Muster entspricht, das mit Geldwäsche in Verbindung steht.
Durchsuchungen und Festnahmen
Am 20. Februar führten die Ermittler Durchsuchungen in Wohnhäusern in Strathfield und Cammeray sowie in einem Geschäft in Burwood durch und beschlagnahmten Elektronik und Dokumente. Der Beschuldigte sieht sich einer Anklage wegen Erträgen aus Straftaten gegenüber, die mit Geldern in Verbindung stehen, die angeblich 3.542 Dollar (5.000 AUD) übersteigen. Er soll am 17. März vor dem Burwood Local Court erscheinen, nachdem er gegen Kaution freigelassen wurde.
Ein zweiter Verdächtiger, 36 Jahre alt, wurde während der Razzien festgenommen, aber später freigelassen, während die Ermittler weiterhin seine mutmaßliche Rolle bewerten.
„Diese Kriminellen sind hochorganisiert, raffiniert und unermüdlich in ihrer Zielverfolgung“, sagte der Cybercrime-Kommandant der NSW-Polizei, Detective Acting Superintendent Jason Smith, in der Erklärung. Er warnte vor unaufgeforderten Investitionsangeboten und forderte potenzielle Investoren auf, die Legitimität vor der Überweisung von Geldern zu überprüfen.
Breitere Auswirkungen und internationale Perspektive
Die Anklagen in Strathfield erfolgen vor dem Hintergrund einer breiteren Eskalation der Durchsetzung von Krypto-Kriminalität in Australien. Im November 2025 nahm die Polizei von Südaustralien im Rahmen der Operation Ironside 55 Festnahmen vor, die eine langwierige Untersuchung von verschlüsselten Nachrichten umfasste. Diese deckte Netzwerke auf, die mit Drogen, Waffen, Geldwäsche und Finanzkriminalität im Zusammenhang mit Krypto handelten, was zu Beschlagnahmungen führte, die zuvor auf etwa 41 Millionen Dollar (58 Millionen AUD) geschätzt wurden.
Auch im letzten Jahr wurde der ehemalige australische Rugby-League-Star Trent Merrin festgenommen und angeklagt wegen des mutmaßlichen Diebstahls von 99.000 Dollar (140.000 AUD) in Krypto, nachdem die Polizei ihn beschuldigt hatte, unrechtmäßige Überweisungen von einem Konto eines Opfers vorgenommen zu haben.
International stellte das US-Justizministerium in seinem Jahresbericht 2025 fest, dass Krypto eine wesentliche Rolle in mehreren großangelegten Betrugsverfahren spielte, einschließlich Fällen, die ältere und verletzliche Opfer ins Visier nahmen. Die insgesamt beabsichtigten Betrugsverluste, die von Staatsanwälten angeklagt wurden, überstiegen 16 Milliarden Dollar.
Während Krypto im Einzelhandel und im institutionellen Gebrauch wächst, warnen die Strafverfolgungsbehörden, dass die Raffinesse und die Anzahl der Opfer steigen, was die Behörden dazu treibt, Ressourcen und öffentliche Warnungen zu erweitern.