Treffen im Weißen Haus über Stablecoins
Ein Treffen im Weißen Haus über die Erträge und Belohnungen von Stablecoins endete ohne Einigung. Dennoch beschrieben die Teilnehmer die Diskussionen als produktiver im Vergleich zu früheren Gesprächen, wie die Journalistin Eleanor Terrett berichtete. Die Versammlung brachte hochrangige Bankmanager, Führungskräfte der Krypto-Industrie und politische Mitarbeiter zusammen, um zu debattieren, ob und wie Stablecoin-Emittenten Erträge oder Belohnungen anbieten dürfen. Obwohl kein Kompromiss erzielt wurde, bewegten sich die Verhandlungen in detailliertere Bereiche.
Bankvertreter und „Verboten-Prinzipien“
Die Bankvertreter präsentierten einen schriftlichen Katalog von „Verboten-Prinzipien“, die klare rote Linien in Bezug auf Stablecoin-Belohnungen umreißen. Diese Prinzipien skizzierten, was Banken bereit sind zu akzeptieren und wo sie keine Zugeständnisse machen wollen. Ein bemerkenswerter Wandel trat zutage: Die Banken fügten eine Formulierung hinzu, die „jede vorgeschlagene Ausnahme“ in Bezug auf transaktionsbasierte Belohnungen zulässt. Quellen beschrieben dies als ein bedeutendes Zugeständnis, da Banken zuvor abgelehnt hatten, Ausnahmen überhaupt zu diskutieren.
Debatte über erlaubte Aktivitäten
Ein Großteil der Debatte drehte sich um „erlaubte Aktivitäten“, also darum, welche Arten von Kontoverhalten es Krypto-Unternehmen ermöglichen würden, Belohnungen anzubieten. Krypto-Unternehmen drängten auf breite Definitionen, während die Banken engere Grenzen forderten, um Risiken und regulatorische Exposition zu verringern. Stuart Alderoty, der Chief Legal Officer von Ripple, äußerte, dass
„Kompromiss in der Luft liegt“
, was vorsichtigen Optimismus signalisiert, trotz ungelöster Probleme.
Teilnehmer und Ausblick
Das Treffen war kleiner als die erste Sitzung im Weißen Haus zu Stablecoins und wurde von Patrick Witt, dem Exekutivdirektor des Crypto Council des Präsidenten, geleitet. Mitarbeiter des Senate Banking Committee waren ebenfalls anwesend. Zu den Krypto-Teilnehmern gehörten Vertreter von Coinbase, a16z, Ripple, Paxos und der Blockchain Association. Zu den anwesenden großen Banken zählten Goldman Sachs, JPMorgan, Bank of America, Wells Fargo, Citi, PNC und U.S. Bank, zusammen mit führenden Bankenverbänden.
Das Weiße Haus hat beide Seiten aufgefordert, bis zum 1. März eine Einigung zu erzielen. Weitere Diskussionen werden in den kommenden Tagen erwartet, jedoch bleibt unklar, ob vor der Frist ein weiteres umfassendes Treffen stattfinden wird.