Gründung von The Better Money Company
Der ehemalige Krypto-Investor von a16z, Sam Broner, hat 10 Millionen Dollar gesammelt, um The Better Money Company zu gründen. Dieses Startup hat sich zum Ziel gesetzt, eine Abwicklungsstelle für US-Dollar-Stablecoins im Rahmen des neuen bundesstaatlichen GENIUS Act in den USA zu werden. Broner gründete das Unternehmen im November zusammen mit seinem College-Freund Adam Zuckerman, einem ehemaligen Anwalt von Latham & Watkins, der später als General Counsel bei Eigen Labs tätig war.
Ziele und Visionen
In einem Gespräch mit Fortune erklärte Broner, dass das Ziel darin besteht, „Stablecoins wie Geld zu bewegen“, indem Institutionen einen einzigen, kostengünstigen Ort erhalten, um zwischen verschiedenen konformen Token zu tauschen. „Stablecoins sind nicht nur die Zukunft, sie sind heute besseres Geld“, betonte Broner auf der Proof of Talk 2025-Konferenz und argumentierte, dass diese Anlageklasse bereits als Betriebskapital und Abwicklungsgeld in den Krypto-Märkten verwendet wird.
Finanzierung und Investoren
Die 10 Millionen Dollar Seed-Runde wurde von Broners ehemaliger Firma a16z crypto geleitet, mit Beteiligung von Frühphaseninvestoren wie BoxGroup und Sunflower Capital. Fortune berichtet, dass zu den Angel-Investoren Sean Neville, Mitbegründer von Circle, und Charlie Songhurst, ehemaliger Strategiechef von Microsoft, gehören. Dies deutet darauf hin, dass sowohl Insider der Stablecoin-Branche als auch Web2-Veteranen eine Gelegenheit in regulierten Infrastrukturen sehen, anstatt neue Token auszugeben.
Stellenangebote und Unternehmensziele
Stellenanzeigen, die von Indeed überprüft wurden, zeigen, dass Better Money Ingenieure in New York mit Gehältern zwischen 175.000 und 225.000 Dollar einstellt und das Unternehmen als „eine Stablecoin-Abwicklungsstelle aufbaut, um Stablecoins wie Geld zu bewegen“ beschreibt. Broner berichtet, dass Better Money bereits Zusagen von mehreren Emittenten – darunter Paxos, die Bridge-Einheit von Stripe und MoonPay – gesichert hat und zunächst nur Zahlungstoken behandeln wird, die die Anforderungen des Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act erfüllen.
Regulatorische Rahmenbedingungen
Laut der Kanzlei Morgan Lewis schafft der GENIUS Act ein duales Lizenzierungssystem für fiat-gestützte Stablecoin-Emittenten, das monatliche Offenlegungen von Reserven und jährliche geprüfte Finanzberichte für Emittenten mit mehr als 50 Milliarden Dollar ausstehenden Token vorschreibt. Zudem gibt er dem US-Finanzministerium die Befugnis, ausländische Regime als nicht konform zu erklären. Innerhalb dieses Rahmens plant Better Money, alle „unterzeichneten und wirksamen“ GENIUS-konformen Dollar-Token zu unterstützen, während Tethers globales USDT-Produkt ausdrücklich ausgeschlossen wird.
USAT und zukünftige Pläne
Tether hat stattdessen USAT eingeführt, einen separaten dollar-gebundenen Token, der „auf die neuen bundesstaatlichen Richtlinien in Amerika zugeschnitten“ ist und über eine bundesstaatlich lizenzierte Bank ausgegeben wird. Das Unternehmen beschreibt USAT als so konzipiert, dass es genau innerhalb der GENIUS Act-Regeln operiert. Fortune stellt fest, dass USAT von Better Money unterstützt wird, was es zu einem Teil der anfänglichen Liste neben Token von Paxos und anderen regulierten Emittenten macht, während USDT „vorerst“ außerhalb der Plattform bleibt.
Fokus auf institutionelle Kunden
Broner erklärte dem Magazin, dass die Abwicklungsstelle sich auf „kostengünstige, hochvolumige Tauschgeschäfte“ für institutionelle Kunden konzentrieren wird, wobei das Produkt voraussichtlich „in den kommenden Wochen“ live gehen wird, sobald technische Integrationen und rechtliche Gutachten abgeschlossen sind.
Erfahrungen des Gründerteams
Broner verbrachte mehr als zwei Jahre bei a16z crypto und konzentrierte sich auf Investitionen in Stablecoins und Zahlungen, einschließlich Forschungen darüber, wie „Liquidität, Souveränität und Kredit“ Token in alltägliches Geld verwandeln können. Zuckerman hingegen arbeitete an frühen Analysen des GENIUS Act bei Latham & Watkins, bevor er zu Eigen Labs wechselte, was Better Money ein Gründerteam mit tiefem Wissen in Politik und Infrastruktur verleiht.
Marktentwicklungen und Trends
In einer früheren Geschichte von crypto.news über den GENIUS Act argumentierten Anwälte, dass die Anforderungen an Reserven, Prüfungen und Lizenzen wahrscheinlich die globale Liquidität in eine engere Gruppe von Dollar-Token lenken würden, die bankähnliche Standards erfüllen können.
Eine weitere Geschichte über die Pläne von Amazon, Walmart und Ant Group, „Stablecoins zu nutzen“, hob hervor, wie große Technologieunternehmen möglicherweise ihre eigenen Dollar-Token über regulierte Intermediäre leiten müssen, anstatt sie direkt auszugeben, insbesondere unter Abschnitten, die nicht-finanzielle öffentliche Unternehmen daran hindern, Zahlungstoken ohne einstimmige Genehmigung eines bundesstaatlichen Prüfungsgremiums einzuführen.
Eine dritte Geschichte über den Wettlauf Südkoreas zur Ausgabe von bankgestützten Stablecoins deutete darauf hin, dass, während Jurisdiktionen auf ähnliche Regeln konvergieren, neutrale Abwicklungsstellen wie Better Money der bevorzugte Weg für Börsen, Fintechs und Unternehmen werden könnten, um zwischen lokalen und US-Dollar-Rails zu wechseln, ohne nicht-konforme Token zu berühren.