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Binance reagiert offiziell auf Vorwürfe der Verletzung von Iran-Sanktionen

vor 9 Stunden
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Binance weist Vorwürfe zurück

Binance hat die Vorwürfe zurückgewiesen, dass seine Plattform Transaktionen mit Entitäten im Iran ermöglicht hat. Am 6. März gab die Börse eine Antwort auf einen Brief von Richard Blumenthal zur Einhaltung von Sanktionen und zur Bekämpfung von Geldwäsche. Diese Anfrage bezog sich auf mehrere aktuelle Medienberichte. Binance erklärte, dass diese Berichte falsche und unbegründete Behauptungen über sein Compliance-Programm enthalten.

Compliance-Maßnahmen von Binance

Das Unternehmen betont, dass es eine umfangreiche Compliance-Abteilung betreibt, um zu verhindern, dass sanktionierte Nutzer auf die Plattform zugreifen. Die Identitätsüberprüfung ist für jeden Nutzer erforderlich, und Personen, die sich im Iran befinden, dürfen die Börse nicht nutzen. Laut Binance wurden in den letzten Jahren Millionen von Dollar in die Compliance-Infrastruktur investiert. Das Compliance-Team umfasst mittlerweile mehr als 1.500 Fachleute weltweit, die sich auf die Überwachung von Sanktionen, Ermittlungen zu Finanzkriminalität und die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung konzentrieren.

„Wir haben freiwillig auf den Brief von Senator Blumenthal reagiert, der sich auf die verleumderischen Vorwürfe bezieht, die zuerst von der ‚Wall Street Journal‘ berichtet wurden. Wir nehmen diese Vorwürfe ernst, da sie sowohl die Arbeit, die wir täglich leisten, als auch die erheblichen Fortschritte, die wir erzielt haben, in Frage stellen.“

Überwachung und Zusammenarbeit mit Behörden

Mehr als 25 Überwachungstools werden eingesetzt, um Nutzer zu überprüfen und Transaktionen zu analysieren. Kunden-Onboarding-Prüfungen, Sanktionen-Screening und Verhaltensanalysen werden ebenfalls angewendet, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen. Bei Bedenken werden die Fälle überprüft, und Informationen können mit den Strafverfolgungsbehörden geteilt werden. Das Unternehmen verwies auch auf seine Zusammenarbeit mit Ermittlern. Allein im Jahr 2025 bearbeitete Binance mehr als 71.000 Anfragen von Strafverfolgungsbehörden. In den letzten drei Jahren beschlagnahmten die Behörden mit Unterstützung der Börse mehr als 752 Millionen Dollar.

Rückgang illegaler Aktivitäten

Blockchain-Analysedaten, die von Binance zitiert wurden, zeigen einen Rückgang der Exposition gegenüber Wallets, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen. Zwischen Januar 2024 und Juli 2025 fiel der Anteil des Handelsvolumens, das mit solchen Wallets verbunden war, von 0,284 % auf 0,009 %.

Reaktion auf spezifische Vorwürfe

Die Anfrage erwähnte auch zwei Handelsentitäten, Hexa Whale und Blessed Trust, die eine indirekte Exposition gegenüber Wallet-Adressen mit möglichen Verbindungen zum Iran aufwiesen. Binance erklärte, dass es sich dieser Bedenken nach Erhalt von Anfragen der Strafverfolgungsbehörden im Jahr 2025 bewusst wurde. Anschließend wurden Ermittlungen durch das interne Team der Börse durchgeführt. Transaktionsaufzeichnungen wurden überprüft, und Nutzerinformationen wurden den Behörden zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss der Überprüfungen wurden beide Entitäten von der Plattform entfernt: Hexa Whale wurde im August 2025 abgemeldet, während Blessed Trust im Januar 2026 entfernt wurde.

Schlussfolgerung

Binance erklärte, dass es sich keiner Konten auf der Börse bewusst ist, die direkt mit einer im Iran ansässigen Entität Transaktionen durchgeführt haben. Das Unternehmen wies auch die Behauptungen zurück, dass es Tausende von iranisch verbundenen Konten identifiziert habe. Binance betonte, dass es niemals eine solche Feststellung getroffen hat und wies darauf hin, dass jeder Versuch, Standortbeschränkungen mit einem VPN zu umgehen, gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Das Unternehmen erklärte, dass es glaubwürdige Risiken untersucht, Konten bei Bedarf entfernt und mit den Behörden zusammenarbeitet, um potenziellen Missbrauch seiner Plattform zu bekämpfen.

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