Crypto Prices

Binance steht erneut unter Beobachtung: DOJ ermittelt wegen möglicher Umgehung von Iran-Sanktionen

vor 4 Stunden
1 minuten gelesen
3 ansichten

Untersuchung des US-Justizministeriums

Das US-Justizministerium hat eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob iranische Netzwerke die Krypto-Börse Binance genutzt haben, um amerikanische Sanktionen zu umgehen, berichtet das Wall Street Journal. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf digitale Transaktionen, die angeblich mehr als 1 Milliarde Dollar über die Plattform geleitet haben. Diese Transaktionen könnten zur Finanzierung von Netzwerken beigetragen haben, die mit von Iran unterstützten Gruppen in Verbindung stehen, so Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Ermittlungen und Interviews

Bundesermittler haben Berichten zufolge Personen kontaktiert, die über Kenntnisse der Transaktionen verfügen, um Interviews anzufordern und Beweise zu sammeln. Dabei wird untersucht, wie die Gelder durch die Börse bewegt wurden. Die Behörden haben bislang nicht bestätigt, ob die Untersuchung Binance selbst wegen möglicher Fehlverhalten ins Visier nimmt oder sich ausschließlich auf Nutzer konzentriert, die die Plattform möglicherweise ausgenutzt haben, um Sanktionen zu umgehen.

Interne Prüfung von Binance

Die Untersuchung folgt einer internen Prüfung von Binance zu verdächtigen Aktivitäten, die mit einem Zahlungsintermediär verbunden sind, der angeblich Überweisungen von chinesischen Kunden in Krypto-Wallets erleichtert hat, die mit iranischen Netzwerken assoziiert sind. Binance erklärte, dass man mit den Strafverfolgungsbehörden kooperiert habe und schließlich das Konto, das mit den fraglichen Transaktionen verbunden war, geschlossen habe.

Überprüfungen und Ergebnisse

Die Börse gab an, dass nachfolgende Überprüfungen ergeben hätten, dass nur etwa 24 Millionen Dollar in Wallets geflossen seien, die mit dem Islamischen Revolutionsgarten Irans verbunden sind. Dies ist weit weniger als die anfänglichen Schätzungen, die mit dem breiteren Netzwerk in Verbindung standen.

Regulatorische Bedenken

Die Untersuchung bringt Binance erneut ins regulatorische Rampenlicht, nachdem das Unternehmen 2023 eine Einigung über 4,3 Milliarden Dollar mit US-Behörden wegen Verstößen gegen Geldwäsche- und Sanktionengesetze erzielt hat. Die Börse betont, dass sie die internationalen Sanktionengesetze einhält und nicht direkt mit sanktionierten Entitäten Geschäfte macht. Dennoch verdeutlicht die jüngste Untersuchung die anhaltenden Bedenken der Regulierungsbehörden, wie Kryptowährungen und globale Börsen genutzt werden könnten, um Gelder trotz finanzieller Einschränkungen über Grenzen hinweg zu bewegen.

Ausblick auf die Ermittlungen

Das Justizministerium hat sich bislang nicht öffentlich zu den Ermittlungen geäußert, und es bleibt unklar, ob die Untersuchung zu formellen Anklagen oder regulatorischen Maßnahmen führen wird.

Beliebt