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Bithumb verschiebt IPO-Pläne auf nach 2028 aufgrund regulatorischer Prüfungen

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Krypto-Börse Bithumb verschiebt IPO-Pläne

Die Krypto-Börse Bithumb hat Berichten zufolge ihre Pläne für einen Börsengang (IPO) auf nach 2028 verschoben, wie lokale Medien berichten. Laut einem Artikel von Maeil Business News Korea, der sich auf einen Beamten von Bithumb stützt, wird die südkoreanische Krypto-Börse „sich bis 2027 auf die Vorbereitung des Listings konzentrieren.“ Der CFO von Bithumb, Jeong Sang-gyun, erklärte auf der jährlichen Hauptversammlung des Unternehmens, dass Bithumb seine Rechnungslegungsrichtlinien und internen Kontrollen im Rahmen einer Beratungsvereinbarung für den IPO mit Samjong KPMG stärken wird.

Hintergründe der Verzögerung

Kürzlich wurde CEO Lee Jae-won für eine weitere zweijährige Amtszeit wiederernannt, wobei auch die Verzögerung des IPO zur Sprache kam. Ursprünglich war der Börsengang für etwa 2025 geplant. Die Verschiebung ist auch darauf zurückzuführen, dass Bithumb weiterhin unter anhaltenden regulatorischen und betrieblichen Prüfungen steht, die durch eine Reihe von Vorfällen Fragen zu den internen Kontrollen und den Compliance-Standards aufwarfen.

Im Februar kreditierten die Börse versehentlich Nutzern 2.000 Bitcoin anstelle von 2.000 Koreanischen Won während einer Werbeaktion, was interne Salden von über 40 Milliarden Dollar erzeugte. Obwohl die meisten Gelder nur im internen Hauptbuch der Plattform existierten und später zurückgebucht wurden, erregte der Vorfall regulatorische Aufmerksamkeit, da Fragen aufkamen, wie solche großen Diskrepanzen innerhalb von Minuten verarbeitet werden konnten.

Regulatorische Maßnahmen und Strafen

Separat hat die Finanzaufsichtsbehörde Südkoreas den Vorfall untersucht, um potenzielle Schwächen in Bithumbs elektronischen Hauptbuchsystemen und Aufsichtsmechanismen zu bewerten. Anfang dieses Monats wurde die Börse zudem mit 36,8 Milliarden Won, etwa 24,5 Millionen Dollar, wegen Verstößen gegen Anti-Geldwäsche-Vorschriften bestraft. Die Börse soll 45.772 Krypto-Überweisungen verarbeitet haben, die 18 nicht registrierte ausländische Anbieter von virtuellen Vermögenswerten betrafen, was gegen regulatorische Anforderungen verstößt.

Auswirkungen auf die Krypto-Adoption

Trotz der Verzögerungen könnte ein großer Börsengang weitreichende Auswirkungen auf die Krypto-Adoption und die Kapitalmärkte im Land haben. In der Zwischenzeit hat Dunamu, das die Plattform Upbit betreibt, ebenfalls Pläne für einen IPO angekündigt, der nach dem Abschluss eines Aktienaustauschs mit Naver Financial, der später in diesem Jahr erwartet wird, erfolgen soll.