Einführung des iShares Bitcoin Premium Income ETF
BlackRock könnte bald seinen iShares Bitcoin Premium Income ETF vorstellen, laut einer Registrierungsmitteilung, die am Freitag bei der SEC eingereicht wurde. Der neue ETF wird die Performance des Bitcoin-Preises verfolgen und gleichzeitig durch eine aktiv verwaltete Strategie, die das Schreiben (Verkaufen) von Call-Optionen auf IBIT-Anteile sowie gelegentlich auf Indizes, die Spot-Bitcoin-Exchange-Traded Products (ETPs) verfolgen, umfasst.
Funktionsweise des neuen ETFs
In der Praxis bedeutet dies, dass der Fonds Optionen verkauft, die anderen Investoren das Recht geben, seine IBIT-Anteile zu einem festgelegten Preis zu kaufen, und die Optionsprämien als Einkommen einnimmt. Anteile des ETFs stellen Bruchteile von wirtschaftlichen Interessen an diesem Einkommen sowie an den Bitcoin, IBIT-Anteilen und Bargeld des Fonds dar.
Kommentare von BlackRock
Ein Sprecher von BlackRock erklärte gegenüber Decrypt, dass das Unternehmen keine weiteren Kommentare dazu abgeben kann, wie der neue Fonds im Vergleich zu Wettbewerbern abschneidet oder wann Details zur Kostenquote des neuen ETFs bekannt gegeben werden.
Marktanalyse und Wettbewerber
Es ist üblich, dass anfängliche S-1-Registrierungen Details wie Ticker, Verwahrer und Verwaltungsgebühren auslassen. Zum Kontext: Es gibt bereits einige ähnliche Bitcoin-Einkommens- oder Covered-Call-ETFs, die gehandelt werden. Der NEOS Bitcoin High Income ETF wird seit seinem Start im Oktober 2024 unter dem Ticker BTCI an der Cboe BZX Exchange gehandelt und hatte am Freitag ein verwaltetes Vermögen von 1,09 Milliarden Dollar. Die Kostenquote für BTCI beträgt etwa 0,99 % des verwalteten Vermögens jährlich.
Das bedeutet, dass Investoren jedes Jahr knapp 1 % ihres investierten Vermögens zahlen, um die Betriebs- und Verwaltungskosten des Fonds zu decken. Der neue BlackRock-Fonds wird auch gegen den Roundhill Bitcoin Covered Call Strategy ETF (YBTC) und den YieldMax Bitcoin Option Income Strategy ETF (YBIT) konkurrieren, die jeweils 225 Millionen Dollar und 74 Millionen Dollar an verwaltetem Vermögen aufweisen.
Aktiv vs. Passiv verwaltete ETFs
Aktiv verwaltete ETFs, wie BTCI und das neue iShares-Angebot, erheben höhere Gebühren, um die Kosten für die Umsetzung ihrer Optionsschreibstrategie zu decken. Ein passiver Spot-Bitcoin-ETF, wie IBIT, hält seine Betriebskosten niedriger, da er keine Derivate handelt, Märkte nicht zeitlich steuert oder diskretionäre Strategieentscheidungen trifft. Diese Struktur spiegelt eine risikoreichere, gebührenintensivere Strategie wider, die auch das Potenzial für höhere Einkünfte als ein passiver Spot-Bitcoin-ETF bietet.