BlackRock und Coinbase: Ethereum-Staking-ETF
BlackRock und Coinbase planen, 18 % der Staking-Belohnungen aus dem vorgeschlagenen Ethereum-Staking-Exchange-Traded Fund (ETF) von BlackRock zu behalten, wie aus einem aktualisierten regulatorischen Antrag hervorgeht. Die Unternehmen gaben die Gebührenstruktur in einem geänderten S-1-Antrag bei der U.S. Securities and Exchange Commission am 17. Februar bekannt.
Laut dem Antrag werden die Investoren 82 % der Brutto-Staking-Belohnungen erhalten, während der Fonds-Sponsor und sein Ausführungspartner 18 % einbehalten. Zusätzlich zur Staking-Gebühr wird von den Aktionären eine Sponsor-Gebühr erhoben, die zwischen 0,12 % und 0,25 % des Investitionswerts liegt.
Staking-Strategie und Gebührenstruktur
Unter der vorgeschlagenen Struktur werden die meisten Ethereum (ETH)-Bestände des Fonds für Staking verwendet. Der Antrag besagt, dass unter normalen Bedingungen zwischen 70 % und 95 % der Vermögenswerte gestakt werden können, während der Rest für Liquidität und Rücknahmen verfügbar bleibt. Coinbase wird als primärer Ausführungsagent und Verwahrer über seine institutionelle Dienstleistungseinheit fungieren.
Das Unternehmen kann auch einen Teil seines Anteils an Drittanbieter-Validatoren und Infrastruktur-Anbieter weitergeben, die am Staking-Prozess beteiligt sind.
Finanzielle Grundlagen und Marktbedingungen
BlackRock hat den Trust bereits mit 100.000 USD ausgestattet, was 4.000 Aktien zu je 25 USD entspricht. Das Unternehmen baut auch seine Ethereum-Position vor einem möglichen Start aus. Basierend auf frühen Netzwerkdaten aus dem Jahr 2026 haben die Ethereum-Staking-Renditen im Durchschnitt fast 3 % jährlich betragen.
Nach dem Abzug der 18 % und anderer Gebühren wird die effektive Rendite für Investoren voraussichtlich niedriger sein, abhängig von den Marktbedingungen und der Netzwerkbeteiligung.
Institutionelles Interesse und Marktreaktionen
Der Fonds ist eine renditegenerierende Variante von BlackRocks aktuellem Ethereum-Spot-ETF, der seit seiner Einführung erhebliches institutionelles Interesse geweckt hat. Nach dem Erfolg seiner Bitcoin (BTC)– und Ethereum-Produkte hat sich das Unternehmen in den letzten zwei Jahren als bedeutender Akteur im Bereich der digitalen Vermögens-ETFs etabliert.
Nasdaq hat bereits einen Antrag auf Listung des gestakten Produkts gestellt, was auf eine wachsende Unterstützung für regulierte Krypto-Renditeprodukte in traditionellen Märkten hinweist.
Analystenmeinungen und Bedenken
Einige Analysten sagen, dass die Struktur für Investoren, die eine Exposition gegenüber Blockchain-Belohnungen suchen, ohne Wallets oder Validatoren verwalten zu müssen, ansprechend sein könnte.
Andere haben in Frage gestellt, ob ein 18 %-Anteil an den Staking-Einnahmen zu hoch ist, insbesondere da der Wettbewerb im ETF-Bereich zunimmt. Es wurden auch Bedenken hinsichtlich der Konzentration von Einfluss geäußert.
In derselben Woche wie BlackRocks Antrag warnte Vitalik Buterin, dass das wachsende Engagement von Wall Street in Ethereum im Laufe der Zeit die Zentralisierungsrisiken erhöhen könnte.
Befürworter argumentieren, dass institutionelle Produkte dazu beitragen, Liquidität und Legitimität in den Markt zu bringen, während Kritiker befürchten, dass sie zu viel Kontrolle auf große Finanzunternehmen verlagern könnten.