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CertiK deckt die verborgene Wahrheit hinter dem 50%-Verlust im Kryptomarkt auf

vor 8 Stunden
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Kryptowährungsverluste im Jahr 2026

Die mit Kryptowährungen verbundenen Verluste sind im Jahresvergleich um 46,8 % auf 1,32 Milliarden Dollar in der ersten Hälfte des Jahres 2026 gesunken. Doch die Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK warnt, dass dieser Rückgang nicht auf ein sichereres Ökosystem digitaler Vermögenswerte hinweist.

Laut dem Sicherheitsbericht von CertiK für das erste Halbjahr 2026 wird die niedrigere Verlustzahl stark durch das Fehlen eines Ereignisses in der Größenordnung des 1,4 Milliarden Dollar schweren Bybit-Hacks beeinflusst, der im gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnet wurde.

Das Unternehmen erklärte, dass ein einfacher Vergleich der Schlagzeilenzahlen einen irreführenden Eindruck erweckt, da Angreifer weniger zufällige Kampagnen durchführen und stattdessen gezieltere Operationen ausführen, die pro Vorfall schwerere Schäden verursachen.

Angriffsarten und Verluste

Bei der Aufschlüsselung der Zahlen für das erste Halbjahr berichtete CertiK, dass Phishing im ersten Quartal die Hauptursache für Krypto-Diebstahl blieb, was zu Verlusten von 508,2 Millionen Dollar führte. Im zweiten Quartal jedoch übertrafen Wallet-Kompromittierungen das Phishing als größte Angriffsart und machten 807,5 Millionen Dollar an gestohlenen Vermögenswerten aus.

Ein erheblicher Teil dieser Verluste stammte aus nur zwei großen Vorfällen. CertiK gab an, dass mehr als 70 % der Gesamtsumme im zweiten Quartal aus Angriffen auf KelpDAO und Drift Protocol resultierten, die beide als von nordkoreanischen staatlich unterstützten Hackern durchgeführt angesehen werden.

Strukturelle Veränderungen in der Angriffsrate

Während die Gesamtschäden niedriger erscheinen, erklärte CertiK, dass die Branche mit einer strukturell höheren Angriffsrate konfrontiert ist als vor einem Jahr. Ohne den außergewöhnlichen Bybit-Hack von 2025 kam das Unternehmen zu dem Schluss, dass einzelne Angriffe finanziell schädlicher werden und zunehmend auf hochpreisige Ziele anstatt auf opportunistische Ausnutzungen fokussiert sind.

Getrennte Erkenntnisse der Blockchain-Intelligence-Firma TRM Labs unterstützen diese Einschätzung. In ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht für das erste Halbjahr 2026 erklärte TRM Labs, dass der Rückgang des insgesamt gestohlenen Wertes nicht als Beweis dafür interpretiert werden sollte, dass Angreifer weniger fähig geworden sind.

Laut dem Unternehmen ist die niedrigere Zahl größtenteils das Ergebnis des Fehlens eines rekordverdächtigen Diebstahls, der mit dem Bybit-Vorfall während des Berichtszeitraums vergleichbar ist.

Steigende Sicherheitsvorfälle

TRM Labs stellte außerdem fest, dass die Anzahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen von 83 im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 207 im ersten Halbjahr 2026 stark angestiegen ist, was die höchste sechsmonatige Gesamtzahl ist, die das Unternehmen je aufgezeichnet hat. Ihre Analyse zeigte zudem, dass Smart-Contract-Ausnutzungen 125 Vorfälle ausmachten, was etwa 60 % aller aufgezeichneten Angriffe entspricht.

Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit

Neben ihrer Einschätzung der Angriffstrends identifizierte CertiK das Management privater Schlüssel und die Kontrolle über Multisignatur-Wallets als die kritischsten Bereiche, die stärkeren Schutz benötigen. Das Unternehmen empfahl, dass Krypto-Protokolle und Institutionen, die erhebliche Onchain-Vermögenswerte sichern, jede Ebene des Schlüsselmanagements stärken, einschließlich Hardware-Sicherheit, Multisignatur-Governance und geografische Verteilung der Wallet-Signer.

CertiK erklärte, dass Investitionen in diese Kontrollen unverhältnismäßig starke Sicherheitsvorteile bringen können, da sie direkt die Auswirkungen von Angriffen auf sensible Wallet-Infrastrukturen reduzieren.

Nordkoreanische Cyberoperationen

Auch die wachsende Rolle nordkoreanischer Cyberoperationen hat Aufmerksamkeit erregt. Laut TRM Labs haben nordkoreanische Hacker seit 2017 Kryptowährungen im Wert von über 6 Milliarden Dollar gestohlen. Die jüngsten Angriffe, die mit KelpDAO und Drift Protocol in Verbindung gebracht werden, führten dazu, dass sich Vertreter der Vereinigten Staaten, Japans und Südkoreas Ende letzten Monats trafen, um Möglichkeiten zur Eindämmung der Cyberaktivitäten Nordkoreas und der durch Krypto-Diebstahl generierten illegalen Einnahmen zu erörtern.

Während dieser Gespräche erkannten Regierungsvertreter an, dass nordkoreanische IT-Arbeiter zunehmend künstliche Intelligenz nutzen, um das Ausmaß, die Geschwindigkeit und die Raffinesse von Cyberoperationen zu verbessern. Mehrere Führungskräfte im Bereich Cybersicherheit haben separat gewarnt, dass KI-unterstützte Techniken Protokollausnutzungen schwerer erkennbar und verteidigbar machen.

In der Zwischenzeit hat der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger weiterhin Krypto-Nutzer beraten, ihre Wiederherstellungs-Phrasen offline zu halten und niemals offenzulegen, und diese Praktiken als grundlegende, aber wesentliche Schutzmaßnahmen gegen Phishing-Angriffe und unbefugten Wallet-Zugriff beschrieben.