Erweiterung der CFTC-Richtlinien zu Stablecoins
Die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat ihre Richtlinien zur Verwendung von Stablecoins als Sicherheiten auf den Derivatemärkten erweitert und das Staff Letter 25-40 mit einer wesentlichen Änderung neu herausgegeben. Diese Änderung nimmt nationale Treuhandbanken in die Liste der berechtigten Emittenten auf. Das Update zielt darauf ab, die No-Action-Position der Behörde mit den jüngsten Entwicklungen im Bundesrecht zu Stablecoins und Banklizenzen in Einklang zu bringen.
Überarbeitete Definition von Zahlungs-Stablecoins
Am 6. Februar 2026 gab die Market Participants Division der CFTC eine überarbeitete Version des Staff Letter 25-40 heraus, die die Definition von Zahlungs-Stablecoin erweitert. Diese Änderung erlaubt ausdrücklich, dass von nationalen Treuhandbanken ausgegebene Tokens als zulässige Sicherheiten im Rahmen des No-Action-Frameworks des Schreibens behandelt werden. Dieses Framework ermöglicht es Futures Commission Merchants, bestimmte digitale Vermögenswerte, einschließlich Zahlungs-Stablecoins, als Kundenmargensicherheiten zu betrachten. Zudem erlaubt es Unternehmen, proprietäre Stablecoins unter bestimmten Bedingungen in segregierten Kundenkonten zu halten.
Hintergrund und regulatorische Anpassungen
Der ursprüngliche Brief, der am 8. Dezember 2025 veröffentlicht wurde, schloss nationale Treuhandbanken durch Unterlassung aus und konzentrierte sich auf Stablecoins von staatlich regulierten Geldübermittlern oder Treuhandgesellschaften. Nachdem das CFTC-Personal festgestellt hatte, dass die Formulierung bundesstaatlich lizenzierten Institutionen nicht gerecht wurde, wurde die Definition korrigiert, um die aktuelle regulatorische Landschaft widerzuspiegeln. CFTC-Vorsitzender Michael S. Selig betonte, dass die Änderung die Rolle widerspiegelt, die nationale Treuhandbanken jetzt im Stablecoin-Ökosystem spielen. Er wies darauf hin, dass das Office of the Comptroller of the Currency diesen Banken Lizenzen erteilt hat, die es ihnen ermöglichen, Zahlungs-Stablecoins unter bundesstaatlicher Aufsicht zu verwahren und auszugeben.
Regulatorische Rahmenbedingungen und Auswirkungen
Die erweiterte Definition stellt sicher, dass diese Stablecoins als zulässige Sicherheiten dienen können, ohne mit der No-Action-Position der CFTC in Konflikt zu geraten. Die überarbeitete Richtlinie ist Teil umfassenderer bundesstaatlicher Bemühungen, einen regulierten Stablecoin-Rahmen zu schaffen, einschließlich der Umsetzungsschritte nach dem Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act (GENIUS Act), das im Juli 2025 verabschiedet wurde. Dieses Gesetz verlangt von Stablecoin-Emittenten, Reserven, Prüfungs- und Aufsichtsstandards zu erfüllen und definiert zulässige Emittenten, einschließlich Bankenkonsortien und bundesstaatlich lizenzierten Einrichtungen.
Durch die Angleichung ihrer Sicherheitenregeln an diesen Rahmen erleichtert die CFTC regulierten Finanzinstituten die Teilnahme an digitalen Vermögensmärkten. Futures Commission Merchants müssen weiterhin Bedingungen wie Risikoschutzmaßnahmen, von Clearingorganisationen festgelegte Abschläge und Berichtspflichten einhalten, um sich auf die No-Action-Erleichterung zu stützen. Branchenanalysten sagen, dass das Update eine größere Nutzung von tokenisierten Sicherheiten auf den US-Futures-Märkten fördern könnte. Die Zulassung von von Banken ausgegebenen Stablecoins in regulierte Sicherheiten-Systeme könnte die Hürden für traditionelle und Krypto-Unternehmen senken, vorausgesetzt, die Emittenten erfüllen die Standards für Transparenz der Reserven und Risikomanagement.
Die Überarbeitung der CFTC erweitert die Berechtigung für Stablecoin-Sicherheiten, um bundesstaatlich lizenzierte nationale Treuhandbanken einzuschließen, und bringt die Derivatregeln mit der bundesstaatlichen Stablecoin-Gesetzgebung in Einklang, was potenziell die institutionelle Teilnahme an tokenbasierten Sicherheitenmärkten erweitert.