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CFTC könnte Phantom-ähnliche Schutzmaßnahmen für Krypto-Wallets einführen

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Neue Regelungen der CFTC für Krypto-Softwareentwickler

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erwägt neue Regelungen, die einige nicht verwahrende Krypto-Softwareentwickler von den Anforderungen zur Brokerregistrierung befreien könnten. CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärte, dass die Behörde ihre Position vom März, die keine Maßnahmen gegen Phantom Technologies vorsieht, in formelle Regeln umwandeln möchte. Dieser Schritt könnte Wallet-Entwicklern eine klarere rechtliche Behandlung unter den US-Derivategesetzen bieten.

Regelungen und klare Richtlinien

Selig betonte, dass die CFTC Regelungen der Einmal-Erleichterungen vorziehe. Bei einer Rede am Dienstag auf der Consensus Miami, einer von CoinDesk veranstalteten Konferenz, sagte Selig, die CFTC wolle die Phantom-Position „sehr bald“ kodifizieren und den Unternehmen klarere Richtlinien geben. Er hob hervor, dass die Regelsetzung sein bevorzugter Ansatz bleibe und dass die Behörde plane, schrittweise vorzugehen, um den Unternehmen klare Anweisungen zu geben, während sie Software in den USA entwickeln und anbieten.

No-Action-Schreiben und Marktbehandlung

Der Plan folgt auf das No-Action-Schreiben der CFTC vom 17. März für Phantom Technologies. In diesem Schreiben erklärte die Behörde, dass ihre Abteilung für Marktteilnehmer keine Durchsetzung gegen Phantom empfehlen würde, sofern das Unternehmen die festgelegten Bedingungen erfüllt und sich nicht als einführender Broker oder assoziierte Person registriert. Das Schreiben behandelte Phantoms Plan, selbstverwahrende Wallet-Software bereitzustellen, die Nutzern hilft, mit registrierten Futures-Kommissionären, einführenden Brokern und bestimmten Vertragsmärkten zu handeln.

Das Phantom-Schreiben gab Anbietern von nicht verwahrenden Wallets einen klareren Weg, schuf jedoch keine umfassende marktweite Regel.

No-Action-Erleichterungen gelten normalerweise nur für die spezifischen Fakten in einem Antrag. In einem verwandten Bericht von crypto.news wurde die Phantom-Entscheidung als das erste No-Action-Schreiben der CFTC für einen Anbieter von selbstverwahrenden Krypto-Wallets beschrieben. Der Bericht stellte fest, dass Phantom Nutzern den Zugang zum Derivatehandel ohne Brokerregistrierung ermöglichen könnte, solange es keine Kundengelder verwaltet. Diese Unterscheidung ist wichtig für Entwickler, die Wallets, Frontends und Handelsoberflächen erstellen.

Regulatorische Entwicklungen und SEC

Die CFTC scheint eine Grenze zwischen neutraler Software und Unternehmen zu ziehen, die Kundenvermögen kontrollieren oder als finanzielle Mittelsmänner agieren. Die Behörde hat den Entwurf der vorgeschlagenen Regel noch nicht veröffentlicht. Jede formelle Regel müsste wahrscheinlich vor der Annahme öffentlich kommentiert werden.

Auch die Securities and Exchange Commission (SEC) hat sich auf eine klarere Behandlung von Krypto-Oberflächen zubewegt. Am 13. April gab das SEC-Personal Leitlinien zur Broker-Dealer-Registrierung für Benutzeroberflächen heraus, die mit Krypto-Asset-Wertpapieren verbunden sind. Die SEC erklärte, die Stellungnahme sei ein vorübergehender Schritt, während die Kommission breitere Fragen des Krypto-Marktes prüft.

Die Stellungnahme wird nach fünf Jahren zurückgezogen, es sei denn, die Kommission handelt vorher.

Wie in jüngsten Berichten hervorgehoben, forderten DeFi-Gruppen, darunter der DeFi Education Fund, Aave Labs, Uniswap Labs, Paradigm und Andreessen Horowitz, die SEC auf, diese vorübergehende Position in verbindliche Regeln umzuwandeln. Diese Gruppen unterstützen die Ansicht, dass nicht verwahrende Benutzeroberflächen nicht als Broker behandelt werden sollten, wenn sie lediglich Benutzeranweisungen in Blockchain-Befehle übersetzen.

Prognosemärkte und staatliche Regulierung

Selig erklärte zudem, dass Prognosemärkte unter die Bundesbehörde der CFTC fallen. Er betonte, dass die Behörde weiterhin gegen Bundesstaaten vorgehen werde, die versuchen, bundesweit regulierte Märkte zu blockieren. Wie crypto.news berichtete, hat die CFTC bereits Arizona, Connecticut und Illinois wegen staatlicher Maßnahmen gegen CFTC-registrierte Veranstaltungsmärkte verklagt.

Die Behörde erklärte, der Kongress habe sich für einen nationalen Rahmen für diese Märkte entschieden, anstatt separate staatliche Regeln zu schaffen. Am 24. April verklagte die CFTC auch New York, um zu verhindern, dass der Bundesstaat Glücksspielgesetze gegen bundesweit registrierte Vertragsmärkte anwendet. Selig betonte, dass die Behörde nicht zulassen werde, dass Staaten ihre Autorität über Prognosemärkte schwächen.