Crypto Prices

CFTC-Vorsitzender Selig ebnet den Weg für US-Krypto-Perpetuals

vor 3 Tagen
2 minuten gelesen
7 ansichten

Einführung von Krypto-Perpetual-Futures in den USA

Der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael Selig, plant, innerhalb der nächsten Wochen Krypto-Perpetual-Futures an US-Börsen zu ermöglichen. Die CFTC bereitet sich darauf vor, einen formellen Rahmen für den Betrieb von Krypto-Perpetual-Futures im Inland zu schaffen. Dies könnte eine der bedeutendsten strukturellen Veränderungen für den Markt der digitalen Vermögensderivate seit der Genehmigung von börsengehandelten Produkten im Spotbereich darstellen.

Regulatorische Klarheit und Marktveränderungen

Laut Äußerungen, die Michael Selig zugeschrieben werden und über einen Bericht von CoinDesk verbreitet wurden, arbeitet die Behörde daran, „professionelle Futures – echte professionelle Futures – in den USA innerhalb von etwa einem Monat einzuführen“. Bald sind mehrere politische Ankündigungen zu erwarten. Diese Initiative zielt darauf ab, die jahrelange regulatorische Unklarheit zu beseitigen, die einen Großteil der Aktivitäten im Bereich der Perpetual-Futures auf Offshore-Plattformen gedrängt hat. Dadurch sind die US-Märkte auf weniger standardisierte Produkte und fragmentierte Liquidität angewiesen.

Seligs Kommentare, die bei einer Veranstaltung in Washington neben SEC-Vorsitzendem Paul Atkins abgegeben wurden, stellen Perpetual-Futures als zentrales Instrument für Risikomanagement und Preisfindung dar, das in einem transparenten, überwachten Umfeld existieren sollte, anstatt hauptsächlich auf unregulierten Börsen.

Er argumentierte, dass der vorherige Ansatz „keinen Weg“ für inländische Perpetuals geschaffen habe, was zu Kapitalflucht und einem ungleichen Wettbewerbsumfeld für US-Firmen beigetragen habe.

Neue Regelungen und Marktreaktionen

Unter der neuen Richtung beabsichtigt die CFTC, ihre Regelsetzungsmacht zu nutzen, um zusätzliche tokenisierte Sicherheitenarten zuzulassen und Bedingungen zu definieren, unter denen Perpetual- und andere neuartige Derivate gelistet und gehandelt werden können, vorbehaltlich von Margin-, Clearing- und Verhaltensschutzmaßnahmen. Marktteilnehmer begannen sofort zu debattieren, wie inländische Perpetuals die Ströme zwischen US-registrierten Märkten und Offshore-Börsen, die historisch das Volumen der Perpetuals dominiert haben, umgestalten könnten.

Einige Kommentatoren schlugen vor, dass regulierte Verträge einen Teil der institutionellen und professionellen Aktivitäten von leicht überwachten Plattformen abziehen könnten, insbesondere wenn größere Plattformen wie Coinbase ihre bei der CFTC registrierten Angebote über bestehende strukturierte Produkte hinaus ausweiten. Andere fragten sich, ob Hebelobergrenzen, Onboarding-Anforderungen und Überwachungsverpflichtungen die Attraktivität von in den USA gelisteten Perpetuals im Vergleich zu hochhebeligen Offshore-Alternativen, die außerhalb der direkten Reichweite amerikanischer Regulierungsbehörden bleiben, einschränken könnten.

Zusammenhang mit umfassenderen Reformen

Der Zeitpunkt fällt auch mit umfassenderen Reformen im Rahmen von „Project Crypto“ zusammen, das klarere Regeln für DeFi-Entwickler, Prognosemärkte und Einzelhandelsprodukte mit Hebel sucht, sowie parallelen regulatorischen Entwicklungen in anderen Jurisdiktionen unter Regimen wie MiCA. Wenn dies erfolgreich ist, könnte die Verlagerung eines größeren Teils des Perpetual-Futures-Komplexes ins Inland die Verbindung zwischen CFTC-überwachten Benchmarks und Spot-BTC-Märkten stärken, die Transparenz verbessern und potenziell das systemische Risiko reduzieren, das mit undurchsichtigen, grenzüberschreitenden Hebelzyklen verbunden ist.

Für Händler und Unternehmen werden die kommenden Ankündigungen entscheidend sein, um festzulegen, wie schnell neue Verträge gelistet werden können, welche Sicherheiten qualifiziert sind und ob ein bedeutender Teil der globalen Perpetual-Liquidität in den US-regulatorischen Rahmen wandert.

Beliebt