Aktionärsderivatklage gegen Coinbase
Der Vorstand von Coinbase Global, einschließlich CEO Brian Armstrong, sieht sich derzeit einer bedeutenden Aktionärsderivatklage gegenüber. Die Klage behauptet, dass die Führungskräfte und Direktoren des amerikanischen Krypto-Riesen gegen die bundesstaatlichen Wertpapiergesetze verstoßen haben, indem sie zwischen dem 14. April 2021 und dem 5. Juni 2023 falsche oder irreführende öffentliche Aussagen gemacht haben.
„Die Klägeranwälte verklagen die Führungskräfte im Namen von Coinbase selbst, da es sich um eine ‚derivative‘ Klage handelt“, erklärt der Consensys-Anwalt Bill Hughes.
Sollte die Klage erfolgreich sein, würden alle monetären Schäden an die Unternehmensschatzkammer zurückgezahlt.
Irreführende Marketingversprechen
Die Klage behauptet, dass die Marketingversprechen von Coinbase bezüglich Vertrauen und Sicherheit irreführend waren. Institutionelle Vermögenswerte wurden rechtlich getrennt gehalten, während die Vermögenswerte von Privatkunden angeblich vermischt wurden. Die Klage argumentiert, dass die Bestände von Privatkunden rechtlich als Eigentum eines Insolvenzvermögens behandelt werden könnten.
Coinbase hat dieses erhebliche Insolvenzrisiko angeblich nur in seinem vierteljährlichen Bericht offengelegt, der auf den 10. Mai 2022 datiert ist.
Interne Rahmenwerke und regulatorische Probleme
Die Klage stützt sich auf Coinbases eigenes internes Rahmenwerk zur Bestimmung von Wertpapieren und behauptet, dass die Handelsplattform weiterhin Vermögenswerte mit hohem Risiko auflistete, was im Widerspruch zu ihren öffentlichen Aussagen steht.
Zudem wird die viel diskutierte Einigung von Coinbase mit dem New York State Department of Financial Services (NYDFS) thematisiert. Die NYDFS-Untersuchung brachte eine Reihe von Versäumnissen bei der Due Diligence ans Licht. Der Krypto-Riese hatte angeblich bis Ende 2021 einen Rückstand von über 100.000 nicht überprüften Transaktionsüberwachungswarnungen, was auf unzureichende Schulungen und mangelhafte Aufsicht zurückzuführen war.
Dies führte zu einer Einigung in Höhe von 100 Millionen Dollar, bestehend aus 50 Millionen Dollar Strafe und 50 Millionen Dollar für vorgeschriebene Compliance-Investitionen.