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CZ warnt: Fehlende Privatsphäre gefährdet Krypto-Zahlungen

vor 15 Stunden
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Warnung vor der Transparenz von Blockchains

Changpeng Zhao, Mitbegründer von Binance, warnt, dass die vollständige Transparenz von Blockchains sensible Finanzdaten, Unternehmensbeziehungen und sogar physische Sicherheitsrisiken offenlegen kann. Diese Risiken könnten sich verstärken, da KI-Tools immer fähiger werden, öffentliche Transaktionsdaten zu analysieren. Während Transparenz vertrauenswürdige Verifizierung unterstützt, betonen Kritiker, dass stärkere Datenschutzmaßnahmen unerlässlich sind, wenn Unternehmen und Institutionen Kryptowährungen für alltägliche Operationen sicher nutzen wollen.

Bedenken hinsichtlich der On-Chain-Transparenz

Die Bedenken hinsichtlich der On-Chain-Transparenz nehmen zu, da viele argumentieren, dass der Mangel an transaktionaler Privatsphäre ein erhebliches Hindernis für die Krypto-Adoption darstellt, insbesondere im Hinblick auf Zahlungen und den täglichen Geschäftsbetrieb. Zhao erklärte kürzlich, dass Unternehmen und Institutionen ohne stärkere Datenschutzmaßnahmen zögern werden, Blockchain-Netzwerke für routinemäßige Finanzoperationen zu nutzen. Er wies darauf hin, dass die transparente Natur der meisten öffentlichen Blockchains die finanziellen Aktivitäten von Unternehmen leicht nachverfolgbar macht. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Gehälter on-chain zahlen würde, könnte jeder die Wallet-Adressen analysieren und potenziell herausfinden, wie viel die Mitarbeiter verdienen.

Seiner Meinung nach mag dieses Maß an Offenheit für dezentrale Verifizierung akzeptabel sein, wird jedoch problematisch, wenn es auf Gehaltsabrechnungen, Zahlungen an Lieferanten und andere sensible Geschäftstransaktionen angewendet wird. Zhao äußerte auch Bedenken hinsichtlich der physischen Sicherheit, indem er argumentierte, dass öffentlich sichtbare Salden und Transaktionshistorien Einzelpersonen und Organisationen Risiken aussetzen könnten, die von gezielten Betrügereien bis hin zu persönlichen Bedrohungen reichen.

Der Cypherpunk-Ethos und die aktuelle Debatte

Der neue Fokus auf Privatsphäre erinnert an den ursprünglichen Cypherpunk-Ethos, der die frühe Entwicklung von Kryptowährungen prägte. Cypherpunks setzten sich für Verschlüsselung und Peer-to-Peer-Systeme als Werkzeuge ein, um Einzelpersonen vor Überwachung und zentraler Kontrolle zu schützen. Während die Transparenz von Blockchains anfangs als Möglichkeit gefeiert wurde, vertrauenswürdige Verifizierung zu gewährleisten, argumentieren Kritiker jetzt, dass totale Offenheit die praktische Akzeptanz in kommerziellen Umgebungen tatsächlich untergraben könnte.

Risiken durch On-Chain-Daten

Avidan Abitbol, der früher in der Geschäftsentwicklung für das Kaspa-Kryptowährungsprojekt tätig war, erklärte, dass Transaktionsdaten weit mehr als einfache Zahlungsflüsse offenbaren können. Unternehmens-Wallets können operationale Muster, Lieferantenbeziehungen und sogar Einblicke in die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens preisgeben. Wettbewerber, die On-Chain-Daten analysieren, könnten potenziell strategische Vorteile erlangen, während böswillige Akteure diese Informationen nutzen könnten, um Ziele für Betrug oder Unternehmensspionage zu identifizieren. Die Risiken werden voraussichtlich zunehmen, da KI-Tools immer ausgeklügelter werden.

Eran Barak, ehemaliger CEO des Datenschutzunternehmens Shielded Technologies, warnte, dass KI-Systeme große Mengen öffentlich verfügbarer Blockchain-Daten aggregieren und analysieren können, um Muster zu entdecken, die sonst unbemerkt bleiben könnten. Während öffentliche Ledger Verantwortlichkeit und vertrauenswürdige Verifizierung fördern, könnte übermäßige Offenheit gerade die Institutionen und Unternehmen abschrecken, die Befürworter an Bord holen möchten.