Weltwirtschaftsforum in Davos
Während des derzeit in Davos, Schweiz, stattfindenden Weltwirtschaftsforums (WEF) nahm der Krypto-Milliardär und ehemalige CEO von Binance, Changpeng Zhao (CZ), an einer Podiumsdiskussion teil. CZ teilte seine Ansichten über die Zukunft des Kryptoraums, die Rolle von Banken und die drei nächsten großen Ziele für die Kryptoindustrie. Zu diesen Zielen gehören die weit verbreitete Nutzung von Krypto-Zahlungen sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Verbindung mit Kryptowährungen.
Wichtige Produkte und zukünftige Entwicklungen
Während der Diskussion erklärte CZ, dass zwei wichtige Produkte aus dem Kryptoraum bereits in großem Maßstab beliebt sind: Krypto-Börsen und Stablecoins. Diese seien derzeit „riesige Geschäfte“, so Zhao. Auf die Frage nach den nächsten großen Entwicklungen im Kryptobereich enthüllte er drei Bereiche, die großes Potenzial haben:
- Die Tokenisierung von Vermögenswerten auf staatlicher Ebene,
- Krypto als unsichtbare Zahlungsinfrastruktur,
- KI-Agenten, die autonom Transaktionen durchführen und Kryptowährungen verwenden.
Tokenisierung von Vermögenswerten
Der erste Punkt, die Tokenisierung von Vermögenswerten auf staatlicher Ebene, ist besonders interessant. CZ berichtete, dass er in den letzten Jahren mit vielen Regierungen über dieses Thema gesprochen hat. Wenn die Vermögenswerte einiger Staaten tokenisiert und on-chain gestellt werden, könnten die Regierungen die ersten sein, die von den Gewinnen profitieren und die Branche weiterentwickeln.
Krypto-Zahlungen und KI
Das zweite große Thema, das CZ ansprach, sind Krypto-Zahlungen. Bisher nutzen Verbraucher Krypto-zu-Fiat-Brücken, wenn sie mit einer Krypto-Karte bezahlen, die die Zahlung in Fiat-Währung umwandelt. In Zukunft erwartet CZ, dass Krypto-Zahlungen „ziemlich groß“ werden.
Der dritte Punkt ist der Einsatz von KI, bei dem Krypto als natives Zahlungsmittel von KI-Agenten verwendet wird. CZ bezeichnete Krypto und Blockchain als „die am besten geeignete Technologie für KI-Agenten“. Wenn KI-Agenten beginnen, Aufgaben für Menschen zu übernehmen, werden sie autonome Zahlungen tätigen – nicht mit Bankkarten, sondern mit Kryptowährungen.
Die Zukunft der Banken
Zudem prognostizierte CZ, dass die traditionellen Filialbanken in den nächsten zehn Jahren erheblich an Bedeutung verlieren werden. Die Menschen werden Online-Banken bevorzugen und physische Banken viel seltener nutzen. Er erinnerte seine Mitdiskutanten daran, dass ING vor 25 Jahren die erste Online-Bank ins Leben rief und dass es jetzt Krypto und e-KYC (Know Your Customer) gibt, die den Übergang zum Online-Banking erheblich beschleunigen.
„Im Laufe der Zeit werden die Menschen weniger Bedarf haben, physische Banken aufzusuchen“,
so CZ.
Obwohl CZ optimistisch ist, dass Banken nicht vollständig verschwinden werden, da sie mehrere wichtige Funktionen erfüllen, wird der Bedarf für Nutzer, physische Banken aufzusuchen, erheblich sinken.