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DeFi-Protokolle stehen vor einer entscheidenden Prüfung: Anstieg von Discord-Betrügereien

vor 3 Wochen
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Rückzug von DeFi-Protokollen von Discord

DeFi-Protokolle ziehen sich zurück oder stellen die Unterstützung auf Discord ein, da Betrügereien, DM-Phishing und ein mit Zendesk verknüpftes Datenleck die Nutzer zunehmenden Sicherheits- und Identitätsrisiken aussetzen. Dezentrale Finanzprotokolle ziehen sich aus öffentlichen Discord-Servern zurück und nennen Sicherheitsbedenken, da die Plattform ein Ziel für Betrüger geworden ist, so Branchenankündigungen und Protokoll-Manager.

Änderungen bei Morpho

Morpho, ein bedeutendes DeFi-Kreditprotokoll, gab diese Woche bekannt, dass sein öffentlicher Discord-Server ab dem 1. Februar 2026 in den Nur-Lesen-Modus versetzt wird. Das Protokoll erklärte, dass es die Nutzer stattdessen auf eine spezielle Hilfeseite und ein chatbasiertes Unterstützungssystem umleiten würde. Diese Entscheidung spiegelt die Bedenken unter DeFi-Teams wider, dass Discord zu einem Ort für Betrüger geworden ist, die Nutzer ansprechen, die Hilfe suchen. Morpho erklärte, dass die Änderung darauf abzielt, „sicheren, zuverlässigeren Support“ über kontrollierte Kanäle anstelle von offenen Chat-Räumen zu bieten.

„Discord ist aus Sicht der Nutzerunterstützung mehr negativ als positiv geworden.“

Paul Frambot, Mitbegründer und Geschäftsführer von Morpho, äußerte, dass Discord aus Sicht der Nutzerunterstützung „mehr negativ als positiv“ geworden sei und verwies auf anhaltenden Lärm und Betrugsversuche trotz Moderationsbemühungen. Morpho-Mitbegründer Merlin Egalite erklärte, dass die Struktur der Plattform es schwierig mache, Nutzer vollständig vor Betrügereien über Direktnachrichten zu schützen, selbst mit vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen. Egalite fügte hinzu, dass das Team alternative Tools teste, darunter Intercom, das Funktionen wie Ticketing, sofortige Übersetzung und automatisierte Unterstützung bietet und gleichzeitig die Exposition gegenüber Identitätsangriffen verringert.

DefiLlama und andere Protokolle

Die DeFi-Datenplattform DefiLlama hat sich ebenfalls von Discord entfernt und sich stattdessen auf Live-Support-Chats und E-Mail-basierte Ticketsysteme verlagert, so der Gründer. Der pseudonyme Gründer der Plattform, bekannt als 0xngmi, erklärte, dass Discord es „unmöglich macht, Nutzer vor Betrug zu schützen“. DefiLlama verfolgt einen hybriden Ansatz und hält Discord hinter zusätzlichen Verifizierungsschritten verfügbar, während die meisten Nutzer auf alternative Unterstützungswege geleitet werden.

Marc Zeller, Gründer der Aavechan-Initiative, bezeichnete Discord als „voller Betrüger“ und erklärte, dass Morphos Schritt andere große Protokolle dazu anregen sollte, ihre Abhängigkeit von der Plattform zu überdenken. Duncan Cock Foster, Mitbegründer von Nifty Gateway, erklärte, dass die Moderation von Discord einer der ermüdendsten Prozesse seines Unternehmens gewesen sei und bezeichnete Morphos Entscheidung als vernünftig.

Debatte innerhalb der DeFi-Community

Der Wechsel hat innerhalb der DeFi-Community eine Debatte über die Abwägungen beim Verlassen offener Gemeinschaftsräume ausgelöst. Einige Mitglieder der Community argumentieren, dass Discord trotz seiner Sicherheitsprobleme zentral für die Zusammenarbeit zwischen Nutzern gewesen sei, da es den Nutzern ermögliche, Erfahrungen auszutauschen und Entwicklungsdiskussionen in Echtzeit zu verfolgen. Andere entgegnen, dass Funktionen wie das Deaktivieren von Direktnachrichten, stärkere Verifizierung und On-Chain-Tools die Betrugsaktivitäten erheblich reduzieren können, wenn sie richtig implementiert werden.

Sicherheitsvorfälle und Datenlecks

Sicherheitsbedenken rund um Discord wurden durch einen Vorfall im Oktober verstärkt, bei dem das Unternehmen bestätigte, dass eine unbefugte Partei auf ein drittes Zendesk-Supportsystem zugegriffen hatte, wodurch sensible Daten im Zusammenhang mit Altersverifizierungsanträgen offengelegt wurden. Cybersecurity-Forscher behaupteten, dass mehr als zwei Millionen Bilder von Pässen und Führerscheinen bei dem Datenleck exfiltriert wurden, was Fragen zu den Datenhandhabungspraktiken auf der Plattform aufwarf.

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