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Die Chancen für einen Ripple-IPO stehen schlecht – Hier sind die Gründe

vor 3 Stunden
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Ripple und der IPO: Eine rechtliche Herausforderung

Der lange spekulierte IPO (Initial Public Offering) von Ripple sieht sich einer harten rechtlichen Realität gegenüber. Während die Marktgerüchte weiter kursieren, haben die Führungskräfte des Unternehmens klargestellt, dass eine öffentliche Notierung derzeit keine kurzfristige Priorität hat. Der ehemalige CTO David Schwartz argumentiert, dass das Kernproblem noch einfacher ist: Der aktuelle rechtliche Rahmen unterstützt dies nach wie vor nicht.

Vorsichtige Haltung gegenüber dem IPO

Die Diskussion intensivierte sich, nachdem Ripple-CEO Brad Garlinghouse kürzlich erklärte, dass das Unternehmen eine vorsichtige Haltung gegenüber einem IPO einnimmt. Garlinghouse verwies auf die enttäuschende Performance nach der Notierung von Krypto-Firmen wie Gemini und Kraken als Beispiele dafür, warum Ripple nicht hastig auf die öffentlichen Märkte zusteuert.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Missverständnisse

David Schwartz hat der Debatte eine neue Dimension hinzugefügt, indem er darauf hinwies, dass Ripple-Aktien nach dem aktuellen US-Recht bereits als Wertpapiere klassifiziert sind. Diese Einstufung bringt erhebliche rechtliche Einschränkungen mit sich, die die Tokenisierung von Ripple-Eigenkapital oder die Möglichkeit, es wie ein Krypto-Asset zu handeln, weitaus komplexer machen, als viele Investoren annehmen.

Seine Bemerkungen heben auch ein häufiges Missverständnis auf dem Markt hervor: Ripple-Eigenkapital und XRP sind grundlegend unterschiedliche Instrumente, die von völlig separaten Regeln und rechtlichen Rahmenbedingungen geregelt werden. XRP ist ein digitales Asset, das innerhalb des Zahlungsnetzwerks von Ripple verwendet wird, während Ripple-Eigenkapital tatsächliches Eigentum am Unternehmen darstellt. Dieser Unterschied ist entscheidend, da Eigenkapital unter strengen US-Wertpapiergesetzen steht, die von der SEC reguliert werden.

Aktuelle Herausforderungen und Marktinteresse

David Schwartz stellte fest, dass es heute keinen funktionierenden rechtlichen Rahmen gibt, der es Ripple ermöglichen würde, seine Aktien einfach zu tokenisieren, um im Krypto-Markt offen gehandelt zu werden. Die aktuellen Wertpapiervorschriften kontrollieren streng, wie Aktien von Privatunternehmen ausgegeben, übertragen und verkauft werden können, insbesondere wenn es um den Zugang von Privatanlegern geht.

Dennoch wechselt Ripple-Eigenkapital bereits auf Sekundärmärkten den Besitzer, wo akkreditierte Investoren Zugang zu privaten Aktien haben können. Der Haken ist, dass die Teilnahme streng eingeschränkt ist und von strengen Vorschriften geprägt wird, die private Wertpapiere regeln.

Anfang dieses Jahres betonte die Präsidentin von Ripple, Monica Long, dass der kurzfristige Fokus des Unternehmens weiterhin auf Compliance, Infrastrukturentwicklung und institutioneller Akzeptanz liegt, anstatt auf einer Notierung im Jahr 2026. Dennoch hat das Marktinteresse an Ripples Bewertung nicht nachgelassen. Das Forschungsunternehmen CB Insights hat zuvor prognostiziert, dass ein öffentlicher Debüt Ripple mit einem Wert von fast 40 Milliarden Dollar platzieren könnte, was unterstreicht, wie genau Investoren seinen nächsten Schritt beobachten. Für den Moment scheint das Unternehmen jedoch mehr an regulatorischer Klarheit als an einem Debüt an der Wall Street interessiert zu sein.