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DOJ erhebt Anklage gegen Insassen wegen angeblichen Diebstahls von 290.000 US-Dollar an beschlagnahmter Kryptowährung

vor 10 Stunden
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Bundesantrag gegen Rossen G. Iossifov

Das US-Justizministerium hat einen Bundesinsassen wegen des mutmaßlichen Diebstahls von etwa 290.000 US-Dollar an beschlagnahmter Kryptowährung angeklagt. Der bulgarische Staatsbürger Rossen G. Iossifov trat vor dem Bundesgericht im Eastern District of Kentucky auf, um sich den Anklagen im Zusammenhang mit diesen Geldern zu stellen.

Anklagepunkte

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Eigentum zur Verhinderung der Beschlagnahme entfernt, Beihilfe geleistet und eine Verschwörung zur Geldwäsche organisiert zu haben. Laut einer Erklärung des Justizministeriums vom 9. Juli soll Iossifov im Januar 2024 versucht haben, die Kryptowährung zu transferieren.

Ein Gericht hatte bereits angeordnet, dass die Vermögenswerte nach seiner früheren Verurteilung an die Vereinigten Staaten beschlagnahmt werden. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass der 53-Jährige die Gelder über mehrere Kryptowährungsbörsen und „illegale Mixing-Dienste“ transferiert hat, um zu verhindern, dass die US-Regierung die Vermögenswerte in Besitz nehmen kann.

Über die Mixing-Dienste

Crypto-Mixer kombinieren Gelder von verschiedenen Nutzern, bevor sie diese an neue Adressen umverteilen. Dieser Prozess kann es erschweren, Transaktionsspuren zu verfolgen, obwohl Blockchain-Aufzeichnungen es Ermittlern möglicherweise dennoch ermöglichen, Teile der Bewegung nachzuvollziehen.

Darüber hinaus hat das DOJ im Januar die Beschlagnahme von mehr als 400 Millionen US-Dollar, die mit dem Crypto-Mixer Helix verbunden sind, abgeschlossen. Helix hatte mehr als 354.000 Bitcoin verarbeitet, während es für Darknet-Märkte und andere Nutzer tätig war.

Frühere Verurteilung und Betrugsschema

Der neue Fall bezieht sich auf Vermögenswerte, die mit Iossifovs Verurteilung von 2021 in Verbindung stehen. Er verbüßte eine 111-monatige Bundesstrafe, als die angeblichen Überweisungen stattfanden. Beweise, die während des früheren Prozesses präsentiert wurden, zeigten, dass Iossifov in weniger als drei Jahren fast 5 Millionen US-Dollar in Kryptowährung gewaschen hat.

Er war Eigentümer von RG Coins, einer in Bulgarien ansässigen Bitcoin-Börse, die laut Staatsanwaltschaft Mitgliedern eines Online-Auktionsbetrugsnetzwerks diente. Dieses Schema zielte auf US-Käufer durch gefälschte Anzeigen für Fahrzeuge und andere teure Waren ab. Die Opfer sendeten Zahlungen für Produkte, die nicht existierten, während Mitglieder des Netzwerks die Erlöse über Bankkonten und Kryptowährungsdienste transferierten.

Gerichtsanordnungen und mögliche Strafen

Ein Gericht ordnete an, dass Iossifov 2.642.297,43 US-Dollar an Entschädigung an die Opfer zahlen muss. Zudem wurde angeordnet, dass die Kryptowährung, die nun im Mittelpunkt des neuen Strafverfahrens steht, beschlagnahmt wird. Seine frühere Verurteilung und Strafe wurden später in der Berufung bestätigt.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt A. Tysen Duva erklärte, Iossifov werde beschuldigt, Kryptowährung, die durch das frühere Betrugsschema erlangt wurde, „in Verletzung einer Beschlagnahmeanordnung des Gerichts“ bewegt zu haben. Duva fügte hinzu, dass das DOJ Angeklagte verfolgen werde, die Gerichtsbeschlüsse im Zusammenhang mit früheren strafrechtlichen Verurteilungen missachten.

Ermittlungen und Herausforderungen

Der Secret Service hat den neuesten Fall untersucht, während das Büro für internationale Angelegenheiten des DOJ ebenfalls Unterstützung geleistet hat. Der Fall verdeutlicht die operationale Herausforderung, vor der die Behörden stehen, wenn sie die Kontrolle über digitale Vermögenswerte übernehmen. Ein Gericht kann eine Beschlagnahmeanordnung erlassen, aber die Beamten müssen dennoch die Wallets, privaten Schlüssel und verwandten Konten sichern, bevor die Gelder an anderer Stelle transferiert werden können.

Crypto.news hat zuvor über ähnliche bundesstaatliche Rückgewinnungsaktionen berichtet. In einem Fall suchte das DOJ die Beschlagnahme von 2,3 Millionen US-Dollar in Bitcoin, die mit der Chaos-Ransomware-Gruppe verbunden waren. Ermittler berichteten, sie hätten auf die Gelder über eine wiederhergestellte Wallet-Seed-Phrase zugegriffen.

Rechtliche Konsequenzen

Sollte Iossifov in den aktuellen Anklagen verurteilt werden, droht ihm eine maximale Gesamtstrafe von 25 Jahren Gefängnis. Das Gericht wird jede Strafe festlegen, nachdem es die bundesstaatlichen Richtlinien und andere rechtliche Faktoren berücksichtigt hat. Das DOJ hat nicht bekannt gegeben, welche Börsen oder Mixing-Dienste angeblich die 290.000 US-Dollar verarbeitet haben. Es wurde auch nicht erläutert, wie Iossifov angeblich die Transaktionen während seiner Inhaftierung im Bundesgefängnis geleitet hat.

Die Anklage stellt jedoch Anschuldigungen dar und nicht den Beweis für die Schuld. Iossifov gilt als unschuldig, bis die Staatsanwaltschaft die Anklagen über jeden vernünftigen Zweifel hinaus im Gericht beweist. Der Fall wird im Eastern District of Kentucky fortgesetzt. Senior Counsel Vasantha Rao und die stellvertretende US-Staatsanwältin Kathryn M. Dieruf führen die Anklage.