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Ehemalige SEC-Vollstreckungschefin gerät wegen Trump-Fällen in Konflikt

vor 1 Stunde
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Interne Spannungen bei der SEC

Ein Bericht von Reuters hat neue Aufmerksamkeit auf interne Spannungen bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) nach dem Rücktritt ihrer ehemaligen Vollstreckungschefin Margaret Ryan gelenkt. Der Bericht legt nahe, dass die Meinungsverschiedenheiten sich darauf konzentrierten, wie die Behörde mit Fällen umging, die Personen betrafen, die dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump nahe standen.

Ryan trat am 16. März als Direktorin der Vollstreckungsabteilung der SEC zurück. Die Behörde bestätigte ihren Rücktritt an diesem Tag und ernannte Sam Waldon zum amtierenden Direktor, gab jedoch keinen Grund für ihren Austritt an.

Konflikte innerhalb der Behörde

Laut dem Bericht drängte Ryan darauf, Betrugs- und andere Anklagen gegen Personen zu erheben, die mit Trump in Verbindung standen. SEC-Vorsitzender Paul Atkins und andere von Republikanern ernannte Mitglieder widersetzten sich diesem Ansatz, was zu Konflikten innerhalb der Behörde führte.

Ein besonders umstrittener Fall betraf den Krypto-Unternehmer Justin Sun. Die SEC verklagte Sun und drei seiner Unternehmen im März 2023 und behauptete, dass unregistrierte Wertpapierverkäufe und Wash-Trading im Zusammenhang mit Tronix und BitTorrent stattfanden.

Anfang dieses Monats beantragte die SEC, diesen Fall für 10 Millionen Dollar beizulegen. Sun und die Unternehmen haben die Vorwürfe weder zugegeben noch bestritten, und die Gerichtsakte zeigt, dass die Behörde plante, die Ansprüche abzulehnen, sobald der Vergleichsprozess abgeschlossen ist.

Finanzielle Verbindungen und weitere Fälle

Die Angelegenheit erregte zusätzliche Aufmerksamkeit aufgrund von Suns finanziellen Verbindungen zum Krypto-Unternehmen der Trump-Familie, World Liberty Financial. Öffentliche Berichterstattung besagte, dass Sun im November 2024 Token im Wert von 30 Millionen Dollar kaufte und diese Position im Januar 2025 auf 75 Millionen Dollar erhöhte.

Ein weiterer Fall betraf den Tesla-CEO Elon Musk. Die SEC verklagte Musk im Januar 2025 und behauptete, er habe nicht rechtzeitig offengelegt, dass er 2022 einen Anteil von mehr als 5 % an Twitter aufgebaut hatte, was ihm erlaubte, weiterhin Aktien zu niedrigeren Preisen zu kaufen.

Am 17. März erklärten die SEC und Musk in einem gemeinsamen Gerichtsakt, dass sie in Gesprächen über eine Einigung im Rechtsstreit seien und um mehr Zeit in der Angelegenheit baten. Die Einreichung deutete darauf hin, dass weitere gerichtliche Maßnahmen möglicherweise nicht erforderlich sein könnten, wenn die Gespräche erfolgreich sind.

Ryans Austritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die SEC bereits Fragen zu ihrer Vollstreckungsrichtung gegenübersteht. Die Behörde hat unter Trump mehrere krypto-bezogene Fälle, die während der Amtszeit von Gary Gensler eingeleitet wurden, fallen gelassen oder beigelegt.