Senatorin Warren fordert Aufklärung zu Bitmain
Senatorin Elizabeth Warren hat das US-Handelsministerium aufgefordert, zu erläutern, wie es mit den gemeldeten Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Bitmain umgeht, einem chinesischen Unternehmen, das einen Großteil der Bitcoin-Mining-Ausrüstung weltweit herstellt. Ihre Anfrage trägt zur wachsenden Aufmerksamkeit auf ausländisch hergestellte Mining-Hardware bei, die im gesamten US-Krypto-Sektor verwendet wird.
Details der Anfrage
Bloomberg berichtete, dass Warren am Donnerstag einen Brief an Handelsminister Howard Lutnick gesendet hat, in dem sie um Dokumente und Kommunikationen im Zusammenhang mit Bitmain sowie um Informationen über die Schritte bittet, die das Ministerium unternommen hat, um „potenzielle nationale Sicherheitsbedenken“ zu adressieren. Der Bericht stellte fest, dass sich der Brief darauf konzentrierte, wie das Handelsministerium mit der Angelegenheit umgeht und ob politischer Einfluss diese Entscheidungen beeinflusst hat.
Überprüfung und nationale Sicherheitsuntersuchung
Die Anfrage folgt monatelangen Berichten über die bundesstaatliche Überprüfung des Unternehmens. Eine nationale Sicherheitsuntersuchung zu Bitmain bleibt ungelöst, und der aktuelle Status dieser Überprüfung ist weiterhin unklar. Der gleiche Bericht wies darauf hin, dass Fälle dieser Art jahrelang ohne öffentliche Durchsetzungsmaßnahmen andauern können.
Das Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) eröffnete eine Untersuchung mit dem Namen Operation Red Sunset, um zu prüfen, ob die Mining-Maschinen von Bitmain Spionage- oder Sabotagerisiken darstellen könnten.
Diese Überprüfung untersucht, ob die Maschinen aus der Ferne zugegriffen oder in einer Weise verwendet werden könnten, die US-Systeme bedrohen könnte. Darüber hinaus äußerte eine bundesstaatliche Überprüfung im Mai 2024 „nationale Sicherheitsbedenken“ hinsichtlich der Bitmain-Maschinen, die in der Nähe einer US-Militärbasis eingesetzt werden.
Marktanalyse und Auswirkungen
Separat berichtete der Digital Mining Industry Report von Cambridge, dass der Markt für ASIC-Mining-Hardware stark konzentriert ist, wobei die drei größten Hersteller mehr als 99 % des Marktanteils kontrollieren und der größte Anbieter allein 82 % hält. Der Druck auf Bitmain beschränkte sich nicht nur auf die DHS-Überprüfung. Im Februar 2025 sahen sich US-Miner aufgrund von Zollprüfungen, die die Lieferungen von Bitmain-Ausrüstung betrafen, mit Lieferverzögerungen konfrontiert.
TSMC stoppte die Lieferungen an Sophgo, ein mit Bitmain verbundenes Chip-Design-Unternehmen, nachdem ein Chip, der mit Huawei in Verbindung gebracht wurde, entdeckt wurde. Später fügte die US-Regierung Sophgo ihrer Handels-Sperrliste hinzu.
Geschäftsbeziehungen und politische Verbindungen
Diese Schritte erweiterten den Fokus von der Mining-Hardware allein auf die breiteren Geschäftsverbindungen von Bitmain und lenkten mehr Aufmerksamkeit darauf, wie chinesische Krypto-Hardware-Lieferanten mit der US-Handels- und Sicherheitspolitik interagieren. Bitmain hat auch Geschäftsbeziehungen zu American Bitcoin, einem Mining-Unternehmen, das von Eric Trump und Donald Trump Jr. unterstützt wird. Das Unternehmen stimmte im vergangenen Jahr zu, 16.000 Bitmain-Rigs für 314 Millionen Dollar zu erwerben, wie aus von Bloomberg zitierten Wertpapierunterlagen hervorgeht.
Warrens Anfrage zielt darauf ab, Informationen über alle Kommunikationen zwischen Bitmain, Handelsbeamten und Interessen der Trump-Familie zu erhalten. Gleichzeitig hat Bitmain eine größere Präsenz in den USA aufgebaut. Im Juli 2025 plante das Unternehmen seinen ersten Produktionsstandort in den USA, mit einer anfänglichen Produktion, die Anfang 2026 erwartet wird, und einer breiteren Steigerung später im Jahr. Dieser Plan steht nun neben einer ungelösten bundesstaatlichen Überprüfung und erneuter politischer Kontrolle in Washington.