Elliptic sichert 120 Millionen Dollar Finanzierung
Elliptic hat 120 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 670 Millionen Dollar gesammelt, während die Deutsche Bank, Nasdaq und JPMorgan Blockchain-Überwachungstools finanzieren, um der steigenden Krypto-Kriminalität und dem regulatorischen Druck entgegenzuwirken.
Details zur Finanzierungsrunde
Das Blockchain-Analyse- und Compliance-Unternehmen Elliptic hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 120 Millionen Dollar gesichert, was eine der größten Finanzierungsrunden im Bereich der Krypto-Transaktionsüberwachung darstellt, so das Branchenmedium ChainCatcher. Die neue Runde wurde von dem in London ansässigen Wachstumsinvestor One Peak Partners geleitet, mit Beteiligung der Deutschen Bank, der Venture-Capital-Tochter von Nasdaq und der britischen, staatlich unterstützten British Business Bank. Auch der bestehende Aktionär JPMorgan Chase hat seinen Anteil erhöht, berichtete ChainCatcher.
Über Elliptic
Elliptic, 2013 gegründet und mit Hauptsitz zwischen London und New York, spezialisiert sich auf Blockchain-Forensik, Anti-Geldwäsche (AML) und Sanktionsprüfungswerkzeuge, die von Banken, Vermögensverwaltern, Fintechs und Strafverfolgungsbehörden genutzt werden. Das Unternehmen überwacht jetzt wöchentlich mehr als 1 Milliarde Krypto-Transaktionen im Auftrag von über 700 Kunden und unterstützt Compliance-Operationen für große Banken, Vermögensverwaltungsunternehmen und Fintechs, die in digitale Vermögenswerte expandieren, so ChainCatcher.
Frühere Finanzierungsrunde und Marktposition
In seiner vorherigen Finanzierungsrunde der Serie C über 60 Millionen Dollar bezeichnete sich Elliptic als „globalen Marktführer im Risikomanagement von Krypto-Assets“ und erklärte, dass die Finanzierung „seine Bemühungen beschleunigen würde, Finanzmarktteilnehmern zu ermöglichen, die Krypto-Gelegenheit mit Vertrauen und Zuversicht zu nutzen“, wie in einer Unternehmensmitteilung zitiert wurde.
„Diese Serie C von 2021 wurde von Evolution Equity Partners geleitet, mit neuer Unterstützung durch SoftBanks Vision Fund 2 und JPMorgan, was zeigt, wie die traditionelle Finanzwelt das Wachstum von Blockchain-Analyse- und Überwachungstools stetig unterstützt hat.“
Regulatorischer Druck und zukünftige Entwicklungen
Reuters berichtete damals, dass Elliptic plant, das Kapital zu nutzen, um „sein globales Netzwerk und seine Belegschaft zu erweitern, neben laufenden Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen“, während es Krypto-Bewegungen verfolgt, „um die Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung von Finanzkriminalität zu unterstützen“. Der regulatorische Druck und die Durchsetzungsrisiken haben seitdem nur zugenommen, wobei Blockchain-Analysefirmen wie Elliptic und deren Konkurrenten häufig in Fällen von Sanktionsumgehung, Darknet-Märkten und staatlich geförderten Hackerangriffen zitiert werden.
ChainCatcher, unter Bezugnahme auf Forschungen des Sicherheitsunternehmens CertiK, stellte fest, dass nordkoreanische Hacker bis 2025 für etwa 60 % der Diebstähle digitaler Vermögenswerte verantwortlich sein werden, wobei sich die Angriffsmuster in Richtung „offline Infiltration“ verschieben. Dieser Trend hat die institutionelle Nachfrage nach Blockchain-Überwachungs- und Risikobewertungstools weiter angeheizt.
Während große Banken wie die Deutsche Bank und JPMorgan ihre Exposition gegenüber Tokenisierung, Stablecoins und Spot-Krypto-Produkten vertiefen, unterstreicht die jüngste Finanzierungsrunde von Elliptic, wie wichtig Compliance-Infrastruktur für jede ernsthafte institutionelle Krypto-Strategie wird.