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Ethereum-Entwickler streiten über steigende Datenkosten – U.Today

vor 2 Stunden
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Infrastrukturengpass im Ethereum-Netzwerk

Das Ethereum-Netzwerk steht vor einem kritischen Infrastrukturengpass, was zu intensiven Debatten unter den Entwicklern führt, wie mit der schnell wachsenden Statusgröße der Blockchain umgegangen werden soll.

EIP-8037: Ein vorgeschlagener Netzwerk-Upgrade

EIP-8037, ein vorgeschlagener Netzwerk-Upgrade, zielt darauf ab, die Datenaufblähung zu reduzieren, indem die anfänglichen Gasgebühren für Entwickler erhöht werden. Im Mittelpunkt der Kontroversen steht ein wirtschaftlicher Fehler im aktuellen Design von Ethereum: Entwickler zahlen eine einmalige Gebühr, um Daten in die Blockchain zu schreiben, während die Netzwerknoten die laufenden Kosten für die Speicherung dieser Daten dauerhaft tragen müssen.

Der Status von Ethereum

Der Status von Ethereum ist der Snapshot aller aktuellen Kontostände, Smart-Contract-Codes und Daten, die im Netzwerk gespeichert sind. Derzeit beträgt der Ethereum-Status etwa 390 GiB. Bei der aktuellen Wachstumsrate wird prognostiziert, dass das Netzwerk in weniger als 1,6 Jahren eine kritische „Gefahrenzone“ von 650 GiB erreichen wird.

Folgen eines zu großen Status

Wenn der Status zu groß wird, steigen die Hardware-Anforderungen zum Betreiben eines Knotens dramatisch. Um diesem Problem zu begegnen, haben Entwickler EIP-8037 vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wirkt als Abschreckung, indem die anfänglichen Gasgebühren für die Erstellung neuer Verträge, Konten und Speicherplätze erheblich erhöht werden. Dadurch sollen Entwickler davon abhalten, Ethereum als kostengünstige Datenbank zu betrachten.

Alternative Lösungen und Meinungen

Auf X (ehemals Twitter) brachte der Entwickler Lee Ash die Idee ins Spiel, die Last auf die Benutzer zu verlagern: „Was wäre, wenn jeder seine eigenen Daten speichern würde? Und die Blockchain nur die Hashes speichern würde? Und die Transaktionen nur die Beweise enthalten würden?“

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin wies diese Idee jedoch schnell als kurzfristige Lösung zurück.

„Das Problem ist, dass Sie die Daten speichern und aktualisieren müssen, gegen die die Beweise überprüft werden, und das wird ohnehin fast so groß wie der Status sein,“ antwortete Buterin.

Er erkannte an, dass es alternative Lösungen für das Statusmanagement gibt, warnte jedoch, dass diese sehr komplex sind.

„Es gibt Lösungen, aber sie haben viele bewegliche Teile, und alle erfordern Kompromisse im Vergleich zum Status quo von Ethereum,“ schloss er.

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