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Ethereum fehlt das Schlüssel-Element ‚Poseidon Hash‘ im zkEVM-Privatsphäre-Vorstoß, kritisiert Entwickler

vor 8 Stunden
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Kritik an Ethereums Zögern

Ein renommierter Entwickler auf X, Ameen Soleimani, hat die Zurückhaltung von Ethereum, das Poseidon-Precompile zu implementieren, scharf kritisiert. In einem kürzlich veröffentlichten Update äußerte Soleimani Bedenken über Ethereums Zögern, diese Hash-Funktion zu integrieren, die für effiziente zk-Beweise unerlässlich ist.

Verfügbarkeit auf anderen Blockchains

Laut Soleimani ist diese Funktion seit 2020 auf anderen Blockchains wie Solana, Starknet und Stellar verfügbar. Er bemängelte, dass die Ethereum-Community ständig von „Privatsphäre standardmäßig“ spricht, sich jedoch weigert, das notwendige technische Upgrade vorzunehmen, das dies gewährleisten würde.

Soleimani betont, dass das Schlüssel-Element, das die zkEVM-Funktion darstellt, fehlt und dass, solange die Bedingungen unverändert bleiben, Privatsphäre auf Ethereum nicht wirklich realisiert werden kann.

Entwickler-Roadmaps und Herausforderungen

Er wies darauf hin, dass Entwickler zwar „Privatsphäre standardmäßig“-Roadmaps erstellen, jedoch kein Poseidon-Precompile implementieren werden – Poseidon ist der am besten getestete der effizienten Hash-Algorithmen zur Verifizierung in einem ZK-Beweis – während Solana, Starknet und Stellar diese Funktion bereits nutzen.

Der Entwickler behauptete zudem, dass das Team von Starknet versucht habe, der Ethereum-Chain Unterstützung anzubieten, jedoch abgewiesen wurde. Soleimani sieht in der fehlenden Privatsphäre eine Lücke und betrachtet dies als Aufruf zum Handeln an das Ethereum-Team. Er ist der Meinung, dass Ethereum mit den aktuellen Anforderungen an zk-Rollups Schritt halten und seine Chain verbessern muss.

Stagnation der Entwicklung

Bemerkenswerterweise wurde EIP-5988 seit 2022 vorgeschlagen, um Poseidon zu EVM-Adressen hinzuzufügen, doch dies ist bislang nicht geschehen. Die Entwicklung stagniert, was zu Verzögerungen bei nativen geschützten Übertragungen führt. Es ist wichtig zu klären, dass ein „Precompile“ eine integrierte, kostengünstige Funktion ist, die die Gasgebühren auf Ethereum erheblich senken könnte. Daher macht die fortgesetzte Nutzung von Poseidon durch Ethereum ohne ein Precompile die Privatsphäre auf Layer 1 unpraktisch.

Argumente für die Implementierung

Soleimani argumentierte, dass Poseidon bereits die „am besten getestete“ Hash-Funktion ist, die in zk-Systemen nützlich ist. Angesichts seiner Zuverlässigkeit äußerte er, dass es keinen akzeptablen Grund gibt, die Bereitstellung zu verzögern. Er kritisierte Ethereums Roadmap, die weiterhin die Privatsphäre auf Layer 2 verschiebt, anstatt Layer 1s dies zu überlassen.

Soleimani fordert, dass Layer 1s über grundlegende zk-Primitiven verfügen, denn ohne sie werden die Kosten für private Transaktionen zu hoch bleiben.

Ausblick auf die Zukunft

Die Argumente des Entwicklers haben Gewicht, da Ethereum-Gründer Vitalik Buterin im April 2025 eine neue Roadmap zur Privatsphäre skizzierte. Trotz der Versprechen, ernsthaft voranzuschreiten, bleibt die Implementierung eine Herausforderung und ist weiterhin ein Thema, das hitzige Debatten auslöst.

In Anbetracht der kostenintensiven Natur von Privatsphäre-Funktionen auf Ethereum äußerte Paul Brody von Ernst & Young die Hoffnung, dass die Blockchain tatsächlich 2026 in der Lage sein könnte, diese umzusetzen. Brody erklärte, dass er sich wünscht, dass die Implementierung von Privatsphäre für Nutzer und Institutionen zum Mainstream wird.

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