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Euro-Stablecoin Qivalis: Geplanter Start in der zweiten Hälfte von 2026 mit Unterstützung von 10 Banken

vor 1 Woche
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Einführung von Qivalis

Ein Konsortium aus zehn Banken hat Qivalis ins Leben gerufen, einen an den Euro gebundenen Stablecoin, der von Jan-Oliver Sell, dem ehemaligen CEO von Coinbase Deutschland, geleitet wird. Ziel ist es, Dollar-basierte Token herauszufordern und die europäische Zahlungsautonomie ab der zweiten Hälfte von 2026 zu stärken.

Ziele und Marktposition

Laut einer Ankündigung des Konsortiums wurde das Unternehmen Qivalis gegründet, um einen Euro-Stablecoin einzuführen, der als Alternative zu den von US-Dollar dominierten digitalen Zahlungssystemen dienen soll. Zu den teilnehmenden Banken gehören:

  • BNP Paribas
  • ING
  • UniCredit
  • Banca Sella
  • KBC
  • DekaBank
  • Danske Bank
  • SEB
  • Caixabank
  • Raiffeisen Bank International

BNP Paribas trat dem Konsortium nach der ursprünglichen Ankündigung bei. Der Token soll in der zweiten Hälfte von 2026 auf den Markt kommen, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung und Lizenzierung, erklärte das Konsortium.

Management und Personalplanung

Jan-Oliver Sell wird als Geschäftsführer von Qivalis fungieren, während Howard Davies, ehemaliger Vorsitzender von NatWest, als Vorsitzender ernannt wurde. Das in Amsterdam ansässige Unternehmen plant, in den nächsten zwei Jahren 45 bis 50 Mitarbeiter einzustellen, wobei bereits ein Drittel der Stellen besetzt ist.

Fokus und zukünftige Entwicklungen

Der Stablecoin wird zunächst den Fokus auf den Handel mit Kryptowährungen legen und nahezu sofortige, kostengünstige Zahlungen und Abwicklungen anbieten, mit Plänen zur späteren Erweiterung der Anwendungsfälle. Diese Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoins ein rapides Wachstum erfahren haben, insbesondere US-Dollar-gestützte Token wie Tether. Euro-gebundene Alternativen sind jedoch auf dem Markt begrenzt.

Regulatorische Herausforderungen

Laut verfügbaren Daten hat die SG-FORGE von Société Générale derzeit 64 Millionen Euro im Umlauf. Regulierungsbehörden, einschließlich der Europäischen Zentralbank, haben Bedenken geäußert, dass private Stablecoins Gelder von regulierten Bankinstituten abziehen und die Geldpolitik beeinflussen könnten.

Lizenzierung und Unterstützung

Qivalis strebt eine Lizenz als Elektronisches Geldinstitut von der niederländischen Zentralbank an und hat sich mit der EZB in Verbindung gesetzt, die Unterstützung für eine europäisch geführte Lösung zur Wahrung der strategischen Autonomie im Zahlungsverkehr geäußert hat, so Quellen, die mit den Gesprächen vertraut sind.

Wachsendes Interesse an Stablecoins

Eine separate Gruppe von Banken in Europa und den Vereinigten Staaten untersucht ebenfalls die Emission von Stablecoins, was das wachsende institutionelle Interesse an digitalen Währungen widerspiegelt.

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