Einführung eines Euro-gepeggten Stablecoins
Ein Konsortium von zehn europäischen Banken hat ein Unternehmen namens Qivalis gegründet, um einen Euro-gepeggten Stablecoin einzuführen, wie aus einer Ankündigung der Gruppe hervorgeht. Die Initiative zielt darauf ab, eine Alternative zu den von US-Dollar dominierten digitalen Zahlungssystemen zu bieten.
Teilnehmende Banken
Zu den teilnehmenden Banken gehören:
- BNP Paribas
- ING
- UniCredit
- Banca Sella
- KBC
- DekaBank
- Danske Bank
- SEB
- Caixabank
- Raiffeisen Bank International
BNP Paribas trat dem Konsortium nach der ursprünglichen Ankündigung bei, so die Gruppe.
Markteinführung und Management
Der Token soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auf den Markt kommen, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung und Lizenzierung, erklärte das Konsortium. Jan-Oliver Sell, ehemaliger CEO von Coinbase Deutschland, wird als Geschäftsführer von Qivalis fungieren, während Howard Davies, ehemaliger Vorsitzender von NatWest, als Vorsitzender ernannt wurde.
Das in Amsterdam ansässige Unternehmen plant, in den nächsten zwei Jahren 45 bis 50 Mitarbeiter einzustellen, wobei bereits ein Drittel der Stellen besetzt ist.
Fokus und zukünftige Pläne
Der Stablecoin wird zunächst auf den Handel mit Kryptowährungen fokussiert sein und nahezu sofortige, kostengünstige Zahlungen und Abwicklungen anbieten, mit Plänen zur späteren Erweiterung der Anwendungsfälle, erklärte das Konsortium.
Marktentwicklung und regulatorische Bedenken
Diese Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoins ein rapides Wachstum erfahren haben, insbesondere US-Dollar-gestützte Tokens wie Tether. Euro-gepeggte Alternativen sind auf dem Markt nach wie vor begrenzt. Laut verfügbaren Daten hat Societe Generale’s SG-FORGE derzeit 64 Millionen Euro im Umlauf.
Regulierungsbehörden, einschließlich der Europäischen Zentralbank, haben Bedenken geäußert, dass private Stablecoins Gelder von regulierten Bankinstituten abziehen und die Geldpolitik beeinflussen könnten.
Lizenzierung und Unterstützung
Qivalis strebt eine Lizenz als Elektronisches Geldinstitut von der niederländischen Zentralbank an und hat sich mit der EZB in Verbindung gesetzt, die Unterstützung für eine europäisch geführte Lösung zur Gewährleistung strategischer Autonomie im Zahlungsverkehr geäußert hat, so Quellen, die mit den Gesprächen vertraut sind.
Wachsendes institutionelles Interesse
Eine separate Gruppe von Banken in Europa und den Vereinigten Staaten untersucht ebenfalls die Emission von Stablecoins, was das wachsende institutionelle Interesse an digitalen Währungen widerspiegelt.