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EZB unterstützt Plan zur Übertragung der Aufsicht über große Krypto-Unternehmen an die EU-Marktaufsicht

vor 7 Stunden
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Einführung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich hinter einen Vorschlag gestellt, der der Marktaufsicht der EU die direkte Kontrolle über die größten Krypto-Unternehmen des Kontinents übertragen soll. In einer offiziellen Stellungnahme vom Freitag bekräftigte die EZB ihre Unterstützung für die Übertragung der Aufsicht über „systemisch wichtige“ grenzüberschreitende Unternehmen, einschließlich großer Handelsplattformen und Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs), an die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA).

Ziele der Initiative

Laut der Zentralbank stellen diese Vorschläge „einen ehrgeizigen Schritt in Richtung einer tieferen Integration der Kapitalmärkte und der Aufsicht über die Finanzmärkte innerhalb der Union“ dar.

Ein zentrales Ziel dieser Initiative ist die Einschränkung des „Forum Shopping“ im Krypto-Sektor. Nach den aktuellen MiCA-Regeln können Krypto-Unternehmen eine Lizenz in einem einzigen EU-Mitgliedstaat erwerben und ihre Dienstleistungen dann im gesamten Block „passportieren“. Dieses Setup hat zu einer fragmentierten Landschaft geführt, in der Unternehmen spezifische Länder basierend auf günstigen lokalen Aufsichtskriterien auswählen.

Argumente der EZB

Die Zentralbank argumentiert, dass die „Übertragung von Genehmigungs-, Überwachungs- und Durchsetzungsbefugnissen für alle CASPs“ von nationalen Stellen an die ESMA „die Aufsichts-Konvergenz sicherstellen, die Fragmentierung reduzieren und grenzüberschreitende Risiken in den Krypto-Asset-Märkten mindern würde, wodurch die finanzielle Stabilität und die Integrität des Binnenmarktes unterstützt werden.“

Widerstand und Bedenken

Widerstand gegen die Änderung kommt aus Ländern wie Malta, einem prominenten Zentrum für digitale Vermögenswerte. Kritiker dort argumentieren, dass der Schritt verfrüht sei, da spezifische MiCA-Anforderungen für Dienstleister erst im Dezember 2024 vollständig in Kraft treten.

Die EZB wies jedoch auf die wachsenden Verbindungen zwischen traditionellen Kreditgebern und der Krypto-Industrie hin und betonte die Dringlichkeit des Vorhabens. Sie warnte, dass Banken, die Krypto-Dienstleistungen anbieten oder Partnerschaften mit digitalen Vermögensfirmen eingehen, die Volatilität „Schocks in das Finanzsystem“ übertragen könnten.

Notwendigkeit eines zentralisierten Aufsichtsregimes

Um dies zu verhindern, hob die Bank die Notwendigkeit eines zentralisierten Aufsichtsregimes der Union für CASPs hervor, das in der Lage ist, die systemischen Risiken, die von CASPs mit erheblichen Aktivitäten ausgehen, zu adressieren, das Risiko in das Bankensystem zu verhindern und die finanzielle Stabilität zu sichern.

Ausblick

Damit der Plan erfolgreich umgesetzt werden kann, stellte die EZB fest, dass die ESMA ausreichend Mittel und Personal erhalten muss, um die erhöhte Arbeitslast bei der Überwachung des Sektors zu bewältigen. Der Vorschlag geht nun in eine Verhandlungsphase zwischen den EU-Regierungen und den Gesetzgebern, was bedeutet, dass es wahrscheinlich mehrere Monate dauern wird, bis die Änderungen gesetzlich finalisiert sind.

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