Regulierung von Stablecoins durch die FDIC
Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) hat am Montag vorgeschlagene Regeln veröffentlicht, die die Regulierung von Stablecoins im Rahmen des GENIUS-Gesetzes umsetzen, das im vergangenen Sommer unter Präsident Donald Trump in Kraft trat. Diese Regeln legen Anforderungen für von der FDIC überwachte Zahlungs-Stablecoin-Emittenten sowie für Banken fest, die in Stablecoin-Aktivitäten tätig sind.
Wichtige Bestimmungen
Der Vorschlag schafft einen prudentialen Rahmen, der Standards für Reservevermögen, Rückzahlungsprozesse, Kapitalanforderungen und Risikomanagement für überwachte Stablecoin-Emittenten umfasst.
Eine wichtige Bestimmung schließt Stablecoins ausdrücklich von den Einlagensicherungsleistungen aus. Einlagen, die als Reserven zur Unterstützung von Zahlungs-Stablecoins gehalten werden, sind nicht an Token-Inhaber auf einer Durchleitungsbasis versichert. Dies bestätigt, dass Stablecoins nicht die gleichen Schutzmaßnahmen wie traditionelle Bankkonten genießen.
Der Vorschlag verlangt außerdem, dass Emittenten ihre Tokens innerhalb von zwei Geschäftstagen zurückzahlen und verbietet ihnen, zu behaupten, dass ihre Tokens Zinsen oder Erträge generieren, auch nicht durch Drittvereinbarungen. Die Regel stellt klar, dass tokenisierte Einlagen, die die gesetzliche Definition von „Einlage“ erfüllen, die gleiche Behandlung unter dem Federal Deposit Insurance Act erhalten wie jede andere Einlageart.
Umsetzung des GENIUS-Gesetzes
Die Maßnahme der FDIC setzt das GENIUS-Gesetz um, das Zahlungs-Stablecoin-Emittenten mit weniger als 10 Milliarden Dollar an ausstehenden Tokens erlaubt, eine staatliche Regulierung zu wählen, sofern ihr Bundesstaat die bundesstaatlichen Standards erfüllt. Das Finanzministerium entwickelt gleichzeitig Grundsätze zur Bewertung staatlicher Regulierungsregime, wobei die Kommentierungsfrist bis zum 2. Juni 2026 läuft.
Die FDIC sucht Rückmeldungen zu 144 spezifischen Fragen in ihrem Vorschlag, wobei die 60-tägige Kommentierungsfrist mit der Veröffentlichung im Federal Register beginnt. Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat im Februar sein eigenes Rahmenwerk veröffentlicht.