Florida verabschiedet Gesetz zur Regulierung von Stablecoins
Der Florida-Senat hat ein Gesetz verabschiedet, das einen Lizenzierungsrahmen für Stablecoin-Emittenten schafft und den Staat näher an eine formelle Aufsicht über digitale Zahlungstoken bringt. Am 5. März wurde das begleitende Hausgesetz, CS/CS/HB 175, mit einer einstimmigen Abstimmung von 37 zu 0 angenommen. Die Gesetzgebung legt Regeln für Unternehmen fest, die Zahlungstablecoins emittieren – eine Art digitaler Vermögenswerte, die darauf ausgelegt sind, einen stabilen Wert zu halten, der in der Regel an den US-Dollar gebunden ist. Das Gesetz wartet nun auf die endgültige Bearbeitung, bevor es in Kraft treten kann.
Regulatorische Aufsicht und Anforderungen
Die Gesetzgeber in Florida erklärten, dass der Rahmen darauf abzielt, die staatlichen Vorschriften mit den föderalen Initiativen zur Regulierung von Stablecoins in Einklang zu bringen. Das Gesetz sieht eine Aufsicht durch das Florida Office of Financial Regulation vor, das die Lizenzierungs- und Compliance-Anforderungen für Emittenten, die im Staat tätig sind, überwachen wird.
Das Gesetz führt eine regulatorische Struktur für Unternehmen ein, die Stablecoins für Zahlungen emittieren. Im Rahmen des Gesetzes müssen Emittenten eine Lizenz erwerben oder sich für eine Ausnahme qualifizieren, bevor sie Zahlungstablecoins in Florida anbieten. Zudem verlangt das Gesetz, dass Emittenten Reserven in Höhe des Wertes der im Umlauf befindlichen Stablecoins halten. Diese Reserven müssen liquide bleiben und eins zu eins vollständig gedeckt sein.
Transparenz und Prüfungen
Darüber hinaus sind Unternehmen verpflichtet, Rücknahmepolitiken zu veröffentlichen, die erklären, wie Inhaber Stablecoins gegen US-Dollar eintauschen können. Emittenten müssen auch die Zusammensetzung ihrer Reserven jeden Monat offenlegen. Unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften werden diese Berichte prüfen, um zu bestätigen, dass die Reserven mit der Menge der emittierten Stablecoins übereinstimmen.
Föderale und staatliche Regelungen
Die Gesetzgebung Floridas spiegelt breitere föderale Diskussionen über die Aufsicht von Stablecoins wider. Die Analyse des Senats besagt, dass der staatliche Rahmen im Wesentlichen den Bestimmungen des vorgeschlagenen föderalen GENIUS-Gesetzes ähnelt. Das Gesetz legt auch Regeln für Emittenten fest, die über Staatsgrenzen hinweg tätig sind. Föderal qualifizierte Emittenten dürfen in Florida tätig sein, ohne eine separate staatliche Lizenz zu erwerben. In der Zwischenzeit können staatlich lizenzierte Emittenten aus anderen Jurisdiktionen in Florida als Gastgeberstaat-Emittenten tätig sein, nachdem sie die Aufsichtsbehörden informiert haben.
Skalierung und zukünftige Bestimmungen
Eine weitere Bestimmung betrifft die Skalierung: Wenn ein Stablecoin-Emittent zehn Milliarden Dollar an konsolidierter Gesamtemission erreicht, weist der Rahmen das Unternehmen an, zur föderalen Aufsicht überzugehen, es sei denn, die Aufsichtsbehörden gewähren eine Ausnahme. Mehrere Bestimmungen in der Gesetzgebung sollen am 1. Oktober 2026 in Kraft treten. Der Zeitrahmen gibt den Aufsichtsbehörden in Florida Zeit, Zertifizierungsverfahren und Aufsichtsrichtlinien für Stablecoin-Emittenten zu entwickeln.