Entführung in Burgund
Eine Mutter und ihr 11-jähriger Sohn wurden am Montag aus ihrem Zuhause in Burgund entführt, in einem Erpressungsplan, der das Krypto-Geschäft des Vaters ins Visier nahm. Dies stellt das jüngste gewalttätige Verbrechen gegen Krypto-Unternehmer in Frankreich dar.
Rettungsaktion durch die Polizei
Die vier Angreifer hielten die Opfer über Nacht fest, bevor die Eliteeinheit GIGN der französischen Polizei sie am Dienstag gegen 6 Uhr morgens aus einem Hotelzimmer in Val-de-Marne rettete. Laut Berichten erbeuteten die Entführer etwa 17.800 Dollar (10.000 Euro) in Bargeld und Wertsachen, nachdem sie den Vater, einen Krypto-Unternehmer, gefesselt und mit Verstümmelung bedroht hatten.
Als sie entdeckten, dass die Krypto-Bestände der Familie in einer zeitlich gesperrten Wallet gehalten wurden, entführten sie die Frau und das Kind und forderten ein Lösegeld von 400.000 Dollar (340.000 Euro). Das Lösegeld wurde nicht gezahlt, bevor die Rettungsoperation gestartet wurde, bei der 100 Gendarmen, darunter Mitglieder der GIGN, mobilisiert wurden.
Folgen der Entführung
Laut den Behörden sind die Mutter und der Sohn nach ihrem Trauma wohlauf. Diese Entführung ist das jüngste Beispiel einer Welle von „Wrench-Angriffen“, die die Krypto-Community in Frankreich plagen, bei denen wohlhabende Krypto-Besitzer von potenziellen Räubern angegriffen oder entführt werden.
Weitere Vorfälle und Maßnahmen
Zu den jüngsten Vorfällen gehören die Entführung eines französischen Magistrats für ein Krypto-Lösegeld, ein versuchter Einbruch in das Zuhause des CEO von Binance Frankreich, die Entführung und Verstümmelung des Ledger-Mitbegründers David Balland sowie ein Angriff, bei dem die Täter sich als französische Polizei ausgaben, um Zugang zum Zuhause des Opfers zu erhalten.
Das Problem wurde durch kürzliche Datenpannen verschärft. Laut Berichten in den französischen Medien hatte ein ehemaliger Steuerbeamter, der wegen des Missbrauchs seines Zugangs verurteilt wurde, um die Details eines Gefängniswärters offenzulegen, auch Krypto-Investoren recherchiert.
Präventive Maßnahmen
Bei der Paris Blockchain Week erklärte der französische Minister Jean-Didier Berger, dass sein Büro „präventive Maßnahmen“ gegen Krypto-Wrench-Angriffe ergriffen hat, einschließlich der Einführung einer Präventionsplattform. Er fügte hinzu, dass er und Innenminister Laurent Nuñez an einem detaillierteren Plan arbeiten, um das Problem in den kommenden Wochen anzugehen.
Die Krypto-Industrie versucht ebenfalls, das Problem der Wrench-Angriffe anzugehen, wobei ein spezialisierter Versicherungsanbieter Anfang dieses Monats ein spezielles Entführungs- und Lösegeldversicherungsprodukt für Inhaber digitaler Vermögenswerte auf den Markt gebracht hat.