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Gesetzgeber erklärt: COVID-Politik, nicht Chinas Krypto-Verbot, hat Unternehmen aus Hongkong vertrieben

vor 3 Stunden
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COVID-Reisebestimmungen und Krypto-Verbot

Der Hongkonger Gesetzgeber Johnny Ng hat erklärt, dass strenge COVID-Reisebestimmungen, und nicht das Krypto-Verbot Chinas von 2021, Unternehmen aus Hongkong vertrieben haben. Hongkong und Singapur konkurrieren nun direkt als Krypto-Hubs.

Äußerungen von Johnny Ng

Dr. Johnny Ng Kit-chong, Mitglied des Hongkonger Legislativrats, äußerte am 24. März auf der Consensus HK, dass es die strengen COVID-Politiken der Stadt waren – nicht Beijings Verbot des Krypto-Handels und -Mining von 2021 –, die Unternehmen aus Hongkong abwandern ließen. Diese Aussage steht im Widerspruch zu einer weit verbreiteten Erzählung, die die Wahrnehmung der Stadt in der Branche über Jahre geprägt hat.

„Das langanhaltende Null-COVID-Regime Hongkongs hat internationale Ankünfte mit einer obligatorischen 14-tägigen Hotelquarantäne und Flugverboten aus wichtigen westlichen Ländern wie den USA und dem Vereinigten Königreich belastet.“

Unternehmensabwanderung und Umfrageergebnisse

Die Daten unterstützen dieses Argument: Laut der Business Sentiment Survey 2022 der Hongkonger Amerikanischen Handelskammer erwogen mehr als 50 % der Befragten, Hongkong aufgrund von COVID-bedingten Reisebeschränkungen und Quarantänevorschriften zu verlassen. Unternehmensleiter nannten diese Beschränkungen – nicht politische oder regulatorische Risiken – als den Hauptfaktor, der Hongkong unattraktiv machte.

Hochrangige Persönlichkeiten verließen Unternehmen wie JPMorgan, Citigroup, Bank of America und Mandarin Oriental, während Firmen wie V.F. Corporation ihre Betriebe vollständig verlagerten. Für Krypto-Unternehmen war die Unfähigkeit, Gründer, Führungskräfte und Entwickler frei in eine Stadt zu bewegen, die sich als globaler Connector rühmt, disruptiver als jede regulatorische Anweisung aus Peking.

Wettbewerb zwischen Hongkong und Singapur

Unternehmen wie FTX, das seinen Sitz in Hongkong hatte, bevor es vor dem Zusammenbruch im November 2022 auf die Bahamas umzog, verließen die Stadt während der Höhe der Beschränkungsperiode – nicht als direkte Reaktion auf Chinas Verbot. Ng sprach auch über die echte Wettbewerbsdynamik, die sich nun zwischen Hongkong und Singapur um den Titel der führenden Krypto-Jurisdiktion Asiens entwickelt.

Bis 2026 hat Hongkong den Einzelhandels-Krypto-Handel vollständig geöffnet, zehn Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte über die Wertpapier- und Terminaufsichtsbehörde lizenziert und ein gesetzgeberisches Unterkomitee für Web3 eingerichtet, dessen Vorsitz Ng selbst führt. Singapur hingegen hat die Umsetzung der Krypto-Banking-Regeln des Baseler Ausschusses auf 2027 verschoben, um den Banken mehr Anpassungszeit zu geben, während es weiterhin institutionelles Kapital durch die tokenisierten Finanzinitiativen der Monetary Authority of Singapore anzieht.

Schlussfolgerung

Analysten, die zuvor Singapur nach seiner regulatorischen Durchgreifaktion gegen unlizenzierte Unternehmen als führend sahen, beschreiben die beiden Städte nun als in echtem Gleichgewicht – jede mit eigenen Stärken und beide ziehen Unternehmen an, die sich von Dubai abwenden, während das geopolitische Risiko im Golf steigt.

Ngs Eingreifen auf der Consensus HK ist selbst von Bedeutung. CoinDesk nannte ihn 2024 eine der 50 einflussreichsten Personen im Bereich Kryptowährung, und er ist seit 2021 einer der lautstärksten, regierungsnahen Befürworter der Web3-Adoption in Hongkong. Sein Argument – dass die COVID-Politik und nicht politische Unterdrückung die entscheidende Variable war – ist eine bewusste Umformulierung, die darauf abzielt, Unternehmen zu versichern, dass die strukturellen Bedingungen, die Hongkong ursprünglich attraktiv gemacht haben, intakt bleiben, jetzt da die Pandemie-Beschränkungen aufgehoben sind.

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