Hongkong stärkt seine Position im Bereich digitale Vermögenswerte
Hongkong wird umfassende Reformen einführen, um seine Position als globales Zentrum für digitale Vermögenswerte zu stärken. Dies kündigte Finanzsekretär Paul Chan in seiner Budgetrede für 2026-27 an. Er skizzierte neue Lizenzierungsregeln, Genehmigungen für Stablecoins und Initiativen zur Tokenisierung.
Neue Lizenzierungsregeln und regulatorische Rahmenbedingungen
Die Regierung plant, in diesem Jahr ein Gesetz einzubringen, das ein Lizenzierungsregime für Handelsplattformen für digitale Vermögenswerte und Verwahrdienstleister festlegt und den regulatorischen Rahmen der Stadt über Börsen hinaus erweitert. Dieser Schritt folgt auf Hongkongs zweite politische Erklärung zu digitalen Vermögenswerten, die darauf abzielt, einen „umfassenden regulatorischen Rahmen“ für Innovation und Anlegerschutz zu schaffen.
Chan bestätigte auch, dass Hongkong ein Lizenzierungsregime für Emittenten von fiat-referenzierten Stablecoins implementiert hat, wobei die erste Lizenzierungsrunde nächsten Monat erwartet wird. Die Behörden gaben an, dass sie mit genehmigten Emittenten zusammenarbeiten werden, um konforme, risikokontrollierte Anwendungsfälle zu erkunden, was einen Übergang von der politischen Gestaltung zur praktischen Umsetzung signalisiert.
Vertiefung der Liquidität und Innovationsförderung
Die Securities and Futures Commission (SFC) wird zusätzliche Schritte unternehmen, um die Liquidität auf dem digitalen Vermögensmarkt der Stadt zu vertiefen, insbesondere für professionelle Investoren. Der Regulierer plant, das Angebot an Produkten und Dienstleistungen zu erweitern und ein Accelerator-Programm zu starten, das darauf abzielt, Innovationen innerhalb der regulatorischen Rahmenbedingungen zu beschleunigen.
Tokenisierung und steuerliche Anpassungen
Die Tokenisierung ist ein weiterer Schwerpunkt. Die Regierung wird Leitlinien veröffentlichen, die klarstellen, dass Register von Anleihegläubigern mithilfe von Distributed Ledger Technology geführt werden können, während sie elektronische Signaturen für Dokumente zur Anleiheemission und die Digitalisierung von Inhaberschuldverschreibungen erkundet.
Parallel dazu wird Hongkong seine Inland Revenue Ordinance ändern, um den OECD-Standard für die Berichterstattung über Krypto-Assets und den aktualisierten Gemeinsamen Berichtstandard in den nächsten zwei Jahren umzusetzen. Die Änderungen, für die im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Gesetzesentwurf erwartet wird, sollen die Steuertransparenz erhöhen und grenzüberschreitende Steuerhinterziehung bekämpfen.
Fazit
Zusammen markieren die Maßnahmen einen der umfassendsten politischen Vorstöße Hongkongs im Bereich digitaler Vermögenswerte bis heute und verstärken den Ehrgeiz, mit großen globalen Krypto-Finanzzentren zu konkurrieren.