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HSBC und Standard Chartered Venture sichern sich Hongkongs erste Stablecoin-Lizenzen

vor 2 Stunden
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Erhalt der ersten Stablecoin-Lizenzen in Hongkong

HSBC und das von Standard Chartered unterstützte Unternehmen Anchorpoint Financial haben Hongkongs erste Lizenzen für Stablecoin-Emittenten erhalten. Die Hongkonger Währungsbehörde (HKMA) gab am Freitag die Namen der erfolgreichen Antragsteller bekannt und signalisiert damit den Beginn einer neuen Ära für regulierte digitale Vermögenswerte in der Region.

Genehmigte Unternehmen

Zu den genehmigten Unternehmen gehören HSBC, eine dominierende lokale Notenausgebende Bank, sowie Anchorpoint Financial, das als Joint Venture zwischen Standard Chartered, Animoca Brands und Hongkong Telecommunications agiert.

Lizenzierungsregime

Diese Genehmigungen etablieren die erste Gruppe von Teilnehmern unter einem Lizenzierungsregime, das offiziell am 1. August 2025 in Kraft tritt. Im Rahmen dieses Regimes sind Stablecoin-Emittenten verpflichtet, eine HKMA-Lizenz zu beantragen und spezifische Regeln einzuhalten, einschließlich der Vorgaben zur Reserveunterstützung und garantierten Rückzahlungswegen für Nutzer.

Verpflichtungen und Aufsicht

Weitere Verpflichtungen umfassen die Einhaltung strenger Governance-Protokolle sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML), um in gutem Ansehen zu bleiben. Die Gesetzgebung gewährt der Aufsichtsbehörde zudem die Befugnis, potenzielle Verstöße zu untersuchen und den Sektor zu überwachen, einschließlich der Möglichkeit, Geldstrafen zu verhängen, den Betrieb auszusetzen oder Lizenzen vollständig zu widerrufen, wenn ein Emittent seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Hintergrund und Ausblick

Die Einführung folgt auf eine Phase administrativer Verzögerungen, die dazu führte, dass die Aufsichtsbehörde ihre ursprünglichen Ziele für das Jahr verfehlte. Im Februar erklärte der HKMA-Geschäftsführer Eddie Yue, dass bis März nur eine „sehr kleine Anzahl von Emittenten“ lizenziert werden würde. Während diese Frist ohne Ankündigung verstrich, erklärte die Aufsichtsbehörde am 1. April, dass sie aktiv daran arbeite, den Prozess voranzutreiben, um die erste Gruppe von Antragstellern abzuschließen.

Analysten hatten dieses Ergebnis weitgehend vorhergesehen, nachdem Mitte März Berichte aufgetaucht waren, die HSBC und das von Standard Chartered unterstützte Unternehmen als die wahrscheinlichsten Empfänger der Lizenzen identifizierten.