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Indien preist BRICS-weite CBDC-Brücke als Schutzschild gegen US-Zollrisiken

vor 2 Wochen
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Einführung der digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs)

Die Reserve Bank of India (RBI) möchte, dass die BRICS-Staaten bis 2026 ihre digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs), wie die e-Rupie und den digitalen Yuan, verknüpfen, um eine gemeinsame Handels- und Tourismusroute zu schaffen, die dollarbasierte Systeme umgeht.

Vernetzung der digitalen Währungen

Die RBI hat einen Plan vorgeschlagen, um die digitalen Währungen aller BRICS-Staaten zu vernetzen und den grenzüberschreitenden Handel sowie den Tourismus durch direkte digitale Abwicklung zu optimieren. Laut einer Erklärung, die von Reuters berichtet wurde, hofft die Zentralbank Indiens, andere BRICS-Staaten über eine gemeinsame digitale Währung zu verbinden. Die RBI hat empfohlen, dass die indische Regierung diese Initiative auf die offizielle Agenda des BRICS-Gipfels 2026 setzt, den Indien später in diesem Jahr ausrichten wird.

Ziele des Vorschlags

Der Vorschlag würde den ersten koordinierten Versuch darstellen, souveräne digitale Währungen, einschließlich Indiens e-Rupie und Chinas digitalem Yuan, innerhalb eines gemeinsamen, multilateralen Rahmens zu verknüpfen, sofern er angenommen wird. Ziel des Vorschlags ist es, die Abhängigkeit vom US-Dollar bei internationalen Abwicklungen zu verringern. Durch die Ermöglichung direkter Zahlungen in lokalen CBDCs könnten BRICS-Mitglieder Handels- und Tourismusströme abwickeln, ohne Transaktionen über dollarbasierte Korrespondenzbankensysteme leiten zu müssen.

Effizienzsteigerung und geopolitische Hintergründe

Die Zentralbank erklärte, dass ein solches System die Effizienz verbessern würde, indem es Intermediäre eliminiert, Abwicklungsverzögerungen verringert und Transaktionskosten senkt. Der Vorschlag folgt auf jüngste geopolitische Spannungen und Handelsstreitigkeiten. RBI-Beamte verwiesen auf aktuelle Zollbedrohungen und die Kritik an BRICS durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der das Bündnis als „anti-amerikanisch“ bezeichnet hat.

Wirtschaftliche Resilienz und technische Herausforderungen

Die Zentralbank hat eine gemeinsame CBDC-Infrastruktur als Werkzeug für wirtschaftliche Resilienz positioniert, das es den Mitgliedstaaten ermöglicht, Handelsströme von externem politischen Druck abzuschirmen. Die Umsetzung würde einen Konsens über technische Interoperabilitätsstandards und Governance-Regeln zwischen den Mitgliedsländern erfordern. Diese Herausforderung ist komplexer geworden, da BRICS um neue Mitglieder wie die VAE, den Iran und Indonesien erweitert wurde.

Mechanismen zur Adressierung von Handelsungleichgewichten

Ein diskutierter Mechanismus umfasst bilaterale Devisentauschlinien zwischen den teilnehmenden Zentralbanken, um potenzielle Handelsungleichgewichte zu adressieren. Die RBI betont weiterhin die Rolle der e-Rupie als regulierte Alternative zu privaten Stablecoins, die sie als Risiken für die monetäre Souveränität und finanzielle Stabilität ansieht.

Aktueller Stand und Ausblick

Bis Januar 2026 hat die e-Rupie Indiens etwa 7 Millionen Einzelhandelsnutzer erreicht, während China aktiv die internationale Nutzung seines digitalen Yuan fördert. Brasilien, Russland und Südafrika betreiben ebenfalls fortgeschrittene CBDC-Pilotprogramme. Der Vorschlag der RBI könnte einen grundlegenden Schritt in Richtung einer BRICS-weiten digitalen Abwicklungsschicht darstellen, wenn er beim Gipfel 2026 unterstützt wird, was potenziell die Art und Weise, wie Schwellenländer grenzüberschreitenden Handel betreiben, umgestalten könnte.

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