Iran und die Kontrolle über die Straße von Hormuz
Iran scheint seine Kontrolle über die Straße von Hormuz zu verstärken, während Berichte über Schiffsgebühren konkreter werden. Reuters berichtete diese Woche, dass Iran die Wasserstraße kontrolliert, nur bestimmte Schiffskategorien durchlässt und verlangt, dass Schiffe vor dem Transit mit den iranischen Behörden koordinieren. Die Straße verarbeitet normalerweise etwa 20 % des globalen Ölhandels, sodass selbst teilweise Einschränkungen weit über die Region hinaus von Bedeutung sind.
Zahlungen und Schiffsverkehr
Gleichzeitig berichtete TradeWinds, dass Iran Zahlungen in Kryptowährung und chinesischen Yuan für die Durchfahrt akzeptiert und dass sehr große Rohöltanker voraussichtlich etwa 2 Millionen Dollar pro Schiff zahlen müssen. In diesem Bericht wurde auch erwähnt, dass bereits 18 Tanker bezahlt haben. Allerdings konnte ich die Zahl von 18 Schiffen in den von mir überprüften Reuters-Quellen nicht unabhängig bestätigen. Diese Unterscheidung ist wichtig.
Das umfassendere Bild, dass Iran direkten Einfluss auf den Verkehr in Hormuz ausübt, wird durch mehrere aktuelle Reuters-Berichte gut unterstützt. Im Gegensatz dazu basiert das genaue Ausmaß des berichteten Zahlungssystems hauptsächlich auf Berichten über den Schiffsverkehr und wurde in der hier überprüften Reuters-Berichterstattung noch nicht bestätigt.
Selektive Passage und Ausnahmen
Reuters berichtete, dass einige japanische, französische und omanische Schiffe es geschafft haben, die Straße zu überqueren, nachdem Iran die Passage für Schiffe ohne US- oder israelische Verbindungen teilweise wiedereröffnet hat. Einige Schiffe signalisierten neutrale Zugehörigkeiten, während andere während des Transits ihre Tracking-Systeme ausschalteten. Dies deutet auf ein selektives System hin, anstatt auf eine normale Wiedereröffnung des maritimen Verkehrs.
Darüber hinaus berichtete Reuters, dass Iran Irak von einigen Hormuz-Einschränkungen ausgenommen hat und separat Schiffen, die essentielle Güter transportieren, den Zugang zu iranischen Häfen unter bestimmten Verfahren erlaubt hat. Diese Maßnahmen deuten darauf hin, dass Teheran die Straße als kontrollierten Druckpunkt nutzt und sie nicht einheitlich für alle Schifffahrt schließt.
Finanzielle Plausibilität und Bestätigung
In der Zwischenzeit sagte Reuters Breakingviews, dass eine Maut von 2 Millionen Dollar finanziell plausibel ist in einem Szenario, in dem Iran die Passage durch Hormuz monetarisiert. Dennoch stellte dieser Kommentar die Zahl als ein glaubwürdiges Einnahmemodell dar, nicht als direkte Bestätigung, dass jedes betroffene Schiff bereits dafür zahlt.
Für den Moment ist die sicherste Lesart diese: Irans restriktives Regime in Hormuz ist bestätigt, aber die Details der Krypto-Zahlung und die berichtete Zahl von 18 Tankern bedürfen noch einer breiteren unabhängigen Bestätigung.