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Japanische Aufsichtsbehörden erwarten Genehmigung von Spot-Krypto-ETFs bis 2028

vor 1 Woche
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Japan und Spot-Kryptowährungs-ETFs

Japan rückt näher an die Genehmigung von Spot-Kryptowährungs-Exchange-Traded Funds (ETFs), da die Aufsichtsbehörden signalisiert haben, dass die ersten Produkte möglicherweise bereits 2028 zur Notierung freigegeben werden könnten. Ein Bericht von Nikkei Asia vom 26. Januar besagt, dass die Finanzdienstleistungsbehörde plant, Kryptowährungen in die Liste der für ETF-Produkte geeigneten Vermögenswerte aufzunehmen.

Vorteile von ETFs für Anleger

Wenn dies genehmigt wird, würde diese Änderung es Fonds ermöglichen, Bitcoin (BTC) und andere digitale Vermögenswerte direkt zu halten und an der Tokyo Stock Exchange zu notieren. Dies würde den Anlegern regulierten Zugang zu Krypto über traditionelle Märkte verschaffen. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Krypto-Exposition für Privatanleger einfacher und sicherer zu gestalten. Im Gegensatz zum direkten Besitz von Kryptowährungen erfordern ETFs nicht die Verwaltung von Wallets, privaten Schlüsseln oder On-Chain-Transfers.

Da Anteile an Börsen gehandelt werden, könnten Anleger Krypto-bezogene Produkte über Standard-Brokerage-Konten kaufen und verkaufen.

Globale Entwicklungen und japanische Finanzgruppen

Spot-Krypto-ETFs haben bereits anderswo an Bedeutung gewonnen. Die Vereinigten Staaten und Hongkong genehmigten 2024 ihre ersten Produkte, was den Weg für eine breitere institutionelle Teilnahme ebnete. In den USA halten Spot-Bitcoin-ETFs mittlerweile rund 120 Milliarden Dollar an Nettowerten, während Pensionsfonds, Universitätsstiftungen und staatlich verbundene Investoren diese zunehmend in ihre Portfolios aufgenommen haben.

Große japanische Finanzgruppen werden voraussichtlich zu den frühen Teilnehmern gehören. Nomura Holdings und SBI Holdings zählen zu den Unternehmen, die laut Nikkei als potenzielle Emittenten der ersten Krypto-ETFs Japans angesehen werden. Alle Produkte müssten jedoch vor der Markteinführung noch eine formelle Genehmigung von der Tokyo Stock Exchange erhalten.

Regulatorische Veränderungen und Anlegerinteresse

Anfang Januar beschrieb Japans Finanzminister 2026 als „Digital Year One“ und skizzierte Pläne zur besseren Integration digitaler Vermögenswerte in das Finanzsystem. Vorgeschlagene Maßnahmen umfassen:

  • Die Senkung der Steuern auf Kryptowährungsgewinne auf einen festen Satz von 20 %
  • Die Erlaubnis für Banken und Brokerage-Firmen, Kryptowährungen zu halten und zu handeln
  • Die Einstufung wichtiger Vermögenswerte wie Bitcoin und Ether als Finanzprodukte

In Kombination würden diese Änderungen digitale Vermögenswerte näher an etablierte Finanzmärkte bringen. Das Interesse der Anleger ist bereits offensichtlich: Mehr als 60 % der japanischen Anleger geben an, dass sie Interesse an Kryptowährungen haben, so Umfragen.

Wettbewerb und regulatorische Haltung

Branchenführer warnen, dass Japan ohne rechtzeitige Maßnahmen Gefahr läuft, gegenüber Märkten wie den Vereinigten Staaten, Hongkong und Singapur ins Hintertreffen zu geraten. Auch der Druck aus der Region wächst. Südkorea hat angekündigt, 2026 Bitcoin-ETFs einzuführen, was die Erwartungen erhöht, dass Japan mit anderen großen Finanzzentren in Asien Schritt halten kann.

Die Genehmigung von Spot-Krypto-ETFs würde einen klaren Wandel in der regulatorischen Haltung Japans markieren. Im Laufe der Zeit könnte dies die Akzeptanz sowohl bei Privatanlegern als auch bei institutionellen Investoren beschleunigen.

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