Jamie Dimon über Blockchain und Kryptowährungen
Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, hat erneut eine klare Trennung zwischen der zugrunde liegenden Technologie digitaler Vermögenswerte und dem spekulativen Wahnsinn rund um Kryptowährungen wie Bitcoin gezogen. Während einer Konferenz, die am Dienstag in Washington, D.C. stattfand, erklärte der milliardenschwere CEO, dass er an die Blockchain-Technologie glaubt, jedoch die Krypto-Spekulation ablehnt.
„Wenn Sie über Blockchain sprechen, sind wir ein großer Nutzer, wir sind der größte,“ sagte er.
Er ist überzeugt, dass die Technologie für Smart Contracts sowie für die Übertragung von Geld und Daten genutzt werden kann. „Es wird sehr effizient und leistungsfähig sein,“ fügte Dimon hinzu. JPMorgan untermauert dies mit einem täglichen Transaktionsvolumen von Milliarden Dollar über seine proprietäre Blockchain-Plattform, die früher Onyx hieß und jetzt in Kinexys umbenannt wurde.
Die Bank hat zudem die blockchain-basierte JPM Coin eingeführt, die Dimon während der Veranstaltung speziell erwähnte. Dieser Token wird für grenzüberschreitende Zahlungen, intraday Repo-Kredite und tokenisierte Einlagen verwendet. Für Dimon ist Blockchain ein überzeugendes operatives Werkzeug, das „ungeschickte“ Altsysteme ersetzen kann.
Dimons Ansichten zu Bitcoin
In einem Interview im Januar 2024 mit CNBCs „Squawk Box“ beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte Dimon, dass Bitcoin für ihn wie ein „Haustierstein“ sei. Während einer Anhörung des Bankenausschusses des Senats im Dezember 2023 sagte Dimon den Gesetzgebern, dass Bitcoin hauptsächlich von Kriminellen und Drogenhändlern verwendet werde.
Auf dem australischen Finanzgipfel verglich er den Kauf von Bitcoin mit dem Rauchen: „Ich denke nicht, dass Sie rauchen sollten, aber ich werde Ihr Recht verteidigen, zu rauchen… Ich werde Ihr Recht verteidigen, einen Bitcoin zu kaufen,“ sagte er.
Dimon wies darauf hin, dass die meisten Technologien lange brauchen, um signifikante Akzeptanz zu gewinnen. Allerdings stört künstliche Intelligenz derzeit verschiedene Branchen in einem viel schnelleren Tempo. JPMorgan hat die Technologie vollständig angenommen und widmet massive Teile seines fast 20 Milliarden Dollar umfassenden Technologiehaushalts der KI-Entwicklung.
Warnungen zur KI
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang 2026 warnte er, dass die Einführung von KI „zu schnell für die Gesellschaft“ geschehen könnte und warnte vor möglichen sozialen Unruhen.