Frank Giustra über Bitcoin und Zentralbanken
Frank Giustra hat eine klare Botschaft für Bitcoin-Anhänger, die hoffen, dass die Federal Reserve oder andere Zentralbanken beginnen, Bitcoin in ihren Beständen zu halten: „Haltet nicht den Atem an.“ Der kanadische Milliardär und bekannte Goldbefürworter äußerte sich auf X (ehemals Twitter) und dämpfte den wachsenden Hype um die staatliche Bitcoin-Adoption.
Die Haltung der Zentralbanken
Trotz des jüngsten politischen Trubels argumentiert Giustra, dass die Institutionen, die für die Kontrolle des Geldes verantwortlich sind, niemals freiwillig Macht an ein dezentrales Asset abgeben werden.
„Haltet nicht den Atem an, während ihr darauf wartet, dass Zentralbanken Bitcoin kaufen. Sie haben einfach kein Interesse.“
Der Mining-Magnat hat wiederholt betont, dass Zentralbanken Bitcoin als Bedrohung für ihr Monopol über die Geldpolitik ansehen, nicht als ein Werkzeug, das es zu umarmen gilt. Giustra, der Gründer von Lionsgate, gehört zu den lautesten und wohlhabendsten Kritikern der „digitalen Gold“-Erzählung.
Giustras Kritik an Bitcoin
Er argumentiert konsequent, dass souveräne Nationen immer die physische Kontrolle über digitalen Code bevorzugen werden. Zudem hat Giustra Bitcoin häufig dafür kritisiert, dass es sich immer dann auf andere Narrative stützt, wenn es ihm passt. In einem scharfen Editorial von 2026 beschrieb er Bitcoin als ein Asset in einer „perpetuellen Identitätskrise.“
Die ursprüngliche Kryptowährung wurde zunächst als Zahlungsmittel für alltägliche Dinge, wie Kaffee, beworben. Als dieses Narrativ scheiterte, wechselten die Befürworter zur Bezeichnung „digitales Gold.“
Öffentlicher Konflikt mit Michael Saylor
Giustras Skepsis zeigte sich auch in seinem öffentlichen Konflikt mit MicroStrategy-CEO Michael Saylor im Jahr 2021. Er beschuldigte Saylor und andere Bitcoin-Maximalisten, „Jahrmarktverkäufer“ zu sein, die leichtfertige Finanzberatung anbieten. Wie von U.Today berichtet, bezeichnete er Saylor zuvor als „Bitcoin-Schwindler.“