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Kraken erhält direkten Zugang zur Federal Reserve – ein Novum für das Krypto-Banking

vor 3 Stunden
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Kraken erhält Zugang zu Federal Reserve

Kraken ist das erste mit Kryptowährungen verbundene Unternehmen, das direkten Zugang zu einem Federal Reserve-Konto erhalten hat. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in den Kern des US-Zahlungssystems dar. Die Genehmigung gilt jedoch für Kraken Financial, die Banktochter des Unternehmens mit Sitz in Wyoming, und nicht für die breitere Krypto-Börse. Die Federal Reserve Bank von Kansas City genehmigte das Konto am 4. März 2026 unter einem eingeschränkten Rahmen mit Auflagen und einer anfänglichen Laufzeit von einem Jahr.

Bedeutung des Zugangs

Dieser Schritt ermöglicht es Kraken Financial, eine direktere Verbindung zu den Fed-Zahlungssystemen herzustellen, die Banken nutzen, um Geld zu transferieren. Dadurch kann das Unternehmen seine Abhängigkeit von Zwischenbanken für bestimmte Transaktionen verringern. Gleichzeitig ist das Konto enger gefasst als ein vollständiges Hauptkonto und stellt Kraken nicht auf die gleiche Stufe wie eine traditionelle Geschäftsbank.

Die Entscheidung ist von großer Bedeutung, da Krypto-Unternehmen seit langem engere Verbindungen zum US-Bankensystem fordern, während Regulierungsbehörden und Banken diese Bemühungen oft abgelehnt haben. Daher könnte die Genehmigung Einfluss darauf haben, wie andere Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte in Zukunft Zugang suchen. Sie erhöht auch den Druck auf die Regulierungsbehörden, zu klären, wie Krypto-Banking in die bestehenden Zahlungs- und Aufsichtsregeln integriert werden kann.

Details zum Konto

Das Konto von Kraken Financial gewährt Zugang zu Fedwire und ermöglicht es, begrenzte Übernachtguthaben zu halten, so Reuters. Diese Struktur könnte dem Unternehmen helfen, Gelder schneller zu bewegen und einige Bankkosten für Großhandelsaktivitäten zu senken. Dennoch ist der Zugang eingeschränkt und eröffnet nicht das volle Spektrum der Dienstleistungen der Zentralbank. Laut Reuters kann Kraken Financial keine Zinsen auf Reserven verdienen und hat keinen Anspruch auf Notfallkredite der Federal Reserve. Darüber hinaus bietet das Konto unter dieser Struktur keinen Zugang zu FedNow oder ACH.

Kritik und Bedenken

Obwohl die Genehmigung bedeutend ist, bleibt sie eine streng kontrollierte Regelung und kein vollständiger Durchbruch im Banking. Diese Unterscheidung ist wichtig, da viele Berichterstattungen den Schritt als vollständigen direkten Zugang zur Federal Reserve beschreiben. In der Praxis sieht das Konto eher wie ein Testfall aus. Reuters berichtete, dass die stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve, Michelle Bowman, die Struktur als „ein wenig ein Experiment“ bezeichnete, was zeigt, dass die Beamten dieses Modell weiterhin mit Vorsicht betrachten.

Die Entscheidung hat bereits Kritik von Bankengruppen und Gesetzgebern auf sich gezogen. Gegner argumentieren, dass ein mit Kryptowährungen verbundenes Unternehmen keinen direkten Zugang zur US-Zahlungsinfrastruktur erhalten sollte, ohne klarere Regeln und stärkere öffentliche Erklärungen. Infolgedessen hat die Genehmigung eine breitere Debatte über Transparenz, Risikokontrollen und regulatorische Konsistenz ausgelöst.

Reuters berichtete, dass die American Bankers Association und die Abgeordnete Maxine Waters Bedenken hinsichtlich des Risikos von Geldwäsche, operationale Risiken und des Fehlens eines klar definierten Rahmens für diese Art von eingeschränktem Fed-Konto geäußert haben. Waters sandte am 26. März einen Brief an die Kansas City Fed, in dem sie um mehr Details zum Genehmigungsprozess bat.

Zukunftsausblick

Dennoch könnte dieser Schritt anderen Unternehmen den Weg ebnen. Reuters berichtete, dass Unternehmen wie Ripple, Anchorage Digital und Wise ebenfalls an ähnlichem Zugang interessiert sind, während die Federal Reserve Möglichkeiten untersucht hat, eingeschränkte Konten für nicht-traditionelle Institutionen anzubieten. Daher könnte die Genehmigung von Kraken Financial zu einem frühen Präzedenzfall für zukünftige Auseinandersetzungen darüber werden, wer direkten Zugang zum Zahlungssystem der USA erhält.