Krypto-Regulierung im Fokus
US-Gesetzgeber bringen die Krypto-Regulierung wieder an die Spitze der legislative Agenda, wobei die Marktstruktur und die Politik zu Stablecoins im Januar 2026 erneut in den Fokus rücken. Nach monatelangen stagnierenden Verhandlungen bereiten beide Kammern des Kongresses Anhörungen und Verfahrensschritte vor, die die Regulierung digitaler Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten gestalten könnten.
Marktstruktur und Gesetzesentwürfe
Der Fokus verschiebt sich nun auf die Ausschusskalender, wo frühe Termine im Januar den ersten konkreten Vorstoß des neuen Jahres signalisieren. Gesetzgeber und Branchenbeobachter sehen dieses Zeitfenster als Test dafür, ob der parteiübergreifende Schwung in verbindliche Regeln für Krypto-Märkte umgesetzt werden kann.
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Bankenausschuss des Senats, der sich darauf vorbereitet, einen Vorschlag zur Marktstruktur voranzubringen, der darauf abzielt, die regulatorische Autorität über digitale Vermögenswerte zu klären. Der Gesetzentwurf versucht zu definieren, wann ein Token unter das Wertpapierrecht fällt und wann er als Rohstoff qualifiziert, wodurch klarere Grenzen zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gezogen werden.
Prüfung und Abstimmung
Die Ausschussleiter haben angedeutet, dass der Januar eine formelle Prüfung des Textes bringen wird, einschließlich eines Markup-Prozesses, bei dem Senatoren über Änderungen debattieren und über die endgültige Formulierung abstimmen. Dieser Schritt ist wichtig, da er bestimmt, ob der Gesetzentwurf später in der Sitzung auf den Senatsboden gelangen kann.
In der Zwischenzeit hat das Repräsentantenhaus bereits seine eigene Version der Marktstrukturgesetzgebung verabschiedet. Daher wird erwartet, dass die Diskussionen im Januar sich auf die Angleichung der Senatsformulierung an den Rahmen des Hauses konzentrieren, was Verhandlungen einleiten könnte, die schließlich zu einem einheitlichen Gesetz führen.
Stablecoins und deren Regulierung
Stablecoins bilden die zweite Säule der Agenda im Januar, obwohl die gesetzgeberische Haltung sich von der Marktstruktur unterscheidet. Der Kongress genehmigte im vergangenen Jahr einen Rahmen für Stablecoins, der Regeln für dollarbesicherte Tokens, Reservenanforderungen und die Aufsicht über Emittenten festlegte.
Mit dem Beginn des Jahres 2026 richtet sich der Fokus darauf, wie die Regulierungsbehörden diese Regeln in der Praxis anwenden werden. Es wird erwartet, dass Bundesbehörden Standards für die Aufsicht, Lizenzierungswege und Fristen für die Einhaltung der Vorschriften für Emittenten, die unter dem neuen Gesetz tätig sind, umreißen.
Ausblick auf den Januar
Die Gesetzgeber planen, die Anhörungen im Januar zu nutzen, um die frühe Umsetzung zu überprüfen und Lücken zu schließen, die nach der Verabschiedung aufgetreten sind. Diese Sitzungen könnten auch zukünftige Änderungen beeinflussen, insbesondere in Bezug auf die Rolle von Banken, Zahlungsunternehmen und Nichtbankemittenten im Stablecoin-Ökosystem.
Der Januar dient als kritischer Wendepunkt, da die Ausschussaktionen das Tempo für den Rest des Jahres festlegen. Anhörungen und Markups garantieren keine Verabschiedung, aber sie signalisieren politisches Engagement und etablieren Verhandlungspositionen.
Für die Krypto-Industrie bietet diese Phase klarere Signale als allgemeine politische Reden oder Entwurfsvorschläge. Konkrete Termine und Ausschussabstimmungen zeigen, ob Washington bereit ist, von der Debatte zu durchsetzungsfähigen Regeln überzugehen.
Während die Gesetzgeber aus der Feiertagspause zurückkehren, steht die Krypto-Regulierung erneut auf dem Kongresskalender. Das Ergebnis der Sitzungen im Januar wird bestimmen, wie schnell die Vereinigten Staaten auf einen klar definierten Rahmen für digitale Vermögenswerte im Jahr 2026 zusteuern.