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Krypto-Steuer Nachrichten: Die AK Partei der Türkei schlägt eine 10% Steuer auf Krypto-Gewinne vor

vor 3 Stunden
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Einführung eines Gesetzentwurfs zur Besteuerung von Kryptowährungen in der Türkei

Die regierende Partei der Türkei hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der eine 10%ige Steuer auf Einkünfte aus Kryptowährungen vorsieht. Der Vorschlag umfasst auch eine Abgabe auf Krypto-Dienstleister und wurde am 2. März im Parlament eingereicht. Der Gesetzentwurf skizziert neue Regeln zur Besteuerung von Krypto-Gewinnen und zur Regulierung von Dienstleistern und ist Teil eines umfassenderen wirtschaftlichen Pakets zur Überarbeitung der Einkommens- und Ausgabensteuergesetze. Die Maßnahmen würden zwei Monate nach Veröffentlichung in Kraft treten, sofern sie genehmigt werden.

Details des Gesetzentwurfs

Der Vorschlag verlangt von Plattformen, eine 10%ige Quellensteuer auf Einkünfte und Gewinne aus Krypto-Transaktionen zu erheben. Diese Steuer würde vierteljährlich über regulierte Plattformen abgezogen werden und gilt sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen, einschließlich Nichtansässiger. Der Entwurf besagt:

„Plattformen müssen vierteljährlich eine 10%ige Quellensteuer auf Einkünfte und Gewinne aus Krypto-Asset-Transaktionen anwenden.“

Investoren, die außerhalb lizensierter Plattformen handeln, sind verpflichtet, ihre Gewinne in ihren jährlichen Steuererklärungen anzugeben. Der Präsident hätte die Befugnis, den Quellensteuersatz anzupassen; dieser könnte auf 0% gesenkt oder auf 20% erhöht werden, abhängig von der Art des Vermögenswerts und der Haltedauer.

Regulierung von Krypto-Dienstleistern

Der Gesetzentwurf verknüpft die Definitionen von Kryptowährungen mit bestehenden Regeln des türkischen Kapitalmarktes. Laut dem Vorschlag würden Krypto-Asset-Dienstleister eine Transaktionssteuer von 0,03% zahlen. Diese Abgabe würde auf Verkaufs- und Übertragungs-Transaktionen angewendet, die sie durchführen oder vermitteln, und basiert auf dem Verkaufsbetrag oder dem Marktwert. Broker und Vermittler wären ebenfalls für die ordnungsgemäße Aufzeichnung verantwortlich. Bei falschen Angaben von Nutzern würden die Steuerbehörden diese wegen unbezahlter Beträge verfolgen.

Mehrwertsteuer und Marktüberblick

Der Entwurf stellt klar, dass Krypto-Transaktionen, die der Transaktionssteuer unterliegen, von der Mehrwertsteuer befreit wären. In den letzten Jahren hat die Türkei die Aufsicht über digitale Vermögensplattformen verstärkt, und die Nutzung von Kryptowährungen ist angesichts der hohen Inflation und der Abwertung der Lira gestiegen. Laut der Blockchain-Forschungsfirma Chainalysis verzeichnete die Türkei im Jahr 2025 ein Krypto-Transaktionsvolumen von fast 200 Milliarden Dollar.

Internationale Entwicklungen

Der Gesetzentwurf ist Teil eines umfassenderen wirtschaftlichen Reformpakets, das sowohl das Einkommensteuergesetz als auch das Gesetz über Ausgabensteuern ändert. Der Vorschlag wird derzeit von der Großen Nationalversammlung der Türkei geprüft. Die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung hat den Entwurf im Rahmen ihrer Bemühungen zur Formalisierung der Krypto-Besteuerung eingebracht. Die Behörden zielen darauf ab, digitale Vermögenswerte mit bestehenden Finanzvorschriften in Einklang zu bringen.

In anderen Ländern wird die Steueraufsicht ebenfalls verschärft, darunter Vietnam. Der südafrikanische Steuerdienst hat kürzlich das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) aktiviert, um die Aufsicht über Krypto-Steuern zu verstärken. Im Rahmen des aktuellen Steuerrahmens in Südafrika fallen Krypto-Gewinne unter die Kapitalertragssteuer, wobei 40% der Kapitalgewinne in das zu versteuernde Einkommen einbezogen werden. Je nach Einkommensstufen kann der effektive Kapitalertragssteuersatz bis zu 18% erreichen. Mit CARF, das nun aktiv ist, erhalten die Behörden eine bessere Sicht auf Krypto-Bestände und grenzüberschreitende Transaktionen. CARF ermöglicht den automatischen Austausch von Finanzinformationen zwischen den teilnehmenden Ländern und zielt darauf ab, Steuerlücken im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten zu schließen. Südafrika schließt sich damit anderen Jurisdiktionen an, die mit der OECD zusammenarbeiten, um die Krypto-Berichtsstandards zu stärken.

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