Krypto-Regulierung in den USA
Ein mit dem Weißen Haus verbundener Beamter hat gewarnt, dass das Versäumnis, klare Krypto-Regeln in den Vereinigten Staaten zu verabschieden, China helfen könnte, im Bereich digitaler Vermögenswerte Boden gutzumachen. Diese Kommentare fielen im Kontext der anhaltenden Debatte über den vorgeschlagenen CLARITY Act in Washington. Patrick Witt erklärte, die Vereinigten Staaten riskierten, ihre Führungsposition zu verlieren, wenn die Gesetzgeber es versäumten, einen umfassenden Rahmen für den Krypto-Markt zu genehmigen. Er verband die Verzögerung mit größeren Bedenken hinsichtlich ausländischer Konkurrenten und digitaler Finanzen.
„Wie wahrscheinlich ist es, dass die anonymen Quellen, die in diesem Artikel zitiert werden, enge Verbindungen zu China haben?“, fragte Witt. „Denn wenn die USA im Bereich Krypto nicht durch die Verabschiedung eines umfassenden regulatorischen Rahmens führen, wird der Hauptnutznießer die KPCh sein.“
Der CLARITY Act
Der CLARITY Act zielt darauf ab, ein nationales Regelwerk für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Befürworter argumentieren, dass das Gesetz Krypto-Unternehmen näher an die Standards bringen würde, die von Banken und anderen Finanzinstitutionen verwendet werden. Der republikanische Senator Tim Scott hat den Vorschlag unterstützt.
Das Gesetz würde Krypto-Unternehmen verpflichten, klarere Regeln zu Offenlegungen, Betrieb und Marktverhalten zu befolgen. Einige konservative und krypto-affine Stimmen haben jedoch gegen das Gesetz opponiert. Sie argumentieren, dass es die Schutzmaßnahmen, die mit dem GENIUS Act verbunden sind, schwächen und großen Unternehmen zu viel Kontrolle über den Sektor geben könnte. Der Vorschlag bleibt im Bankenausschuss des Senats blockiert.
Senator Thom Tillis hat sich dafür eingesetzt, die Maßnahmen bis Mai zu verzögern, während die Gesetzgeber über die Formulierungen zu den Regeln für Stablecoin-Erträge debattieren.
Streitpunkte und Herausforderungen
Die Erträge von Stablecoins sind zu einem der Hauptstreitpunkte geworden. Banken haben Bedenken geäußert, dass ertragsbringende Stablecoins mit Einlagen konkurrieren könnten, während Krypto-Unternehmen Raum wollen, um neue Finanzprodukte zu entwickeln. Die knappe republikanische Mehrheit im Ausschuss erhöht den Druck auf den Prozess. Da die GOP nur einen Stimmenvorsprung hat, benötigt das Gesetz volle republikanische Unterstützung, um voranzukommen.
Die Debatte hat auch Fragen zur politischen Koordination innerhalb der Verwaltung aufgeworfen. Berichten zufolge gibt es keinen speziellen Koordinator im Westflügel, der sich mit dem Vorstoß zur Krypto-Gesetzgebung befasst. Diese Lücke könnte es schwieriger machen, Streitigkeiten zwischen Gesetzgebern, Banken und Krypto-Unternehmen zu klären.
Fazit
Für den Moment bleibt der CLARITY Act eines der am genauesten beobachteten Krypto-Gesetze im Kongress. Befürworter sind der Meinung, dass klare Regeln die Krypto-Aktivitäten in den Vereinigten Staaten halten könnten. Kritiker hingegen warnen, dass die Gesetzgeber einen Rahmen vermeiden sollten, der großen Unternehmen einen Vorteil gegenüber dem Marktwettbewerb verschafft.