Warnung der Zentralbank Litauens an Kryptowährungsunternehmen
Die Zentralbank Litauens hat eine klare Warnung an Kryptowährungsunternehmen ausgesprochen, die im Land tätig sind. Die Bank von Litauen erklärte, dass Krypto-Dienstleister, die bis zum 31. Dezember nicht die erforderliche Lizenz sichern, als illegal tätig angesehen werden und mit Durchsetzungsmaßnahmen rechnen müssen. Diese Botschaft richtet sich insbesondere an Unternehmen, die Krypto-Börsendienste und Verwahrungs-Wallets für litauische Nutzer anbieten.
Laut dem Regulierer dürfen nur Unternehmen, die im Rahmen der Märkte für Krypto-Assets der Europäischen Union, bekannt als MiCA, lizenziert sind, nach Ablauf der Übergangsfrist weiterhin tätig sein.
Herausforderungen für bestehende Unternehmen
Die Ankündigung setzt Dutzende von Firmen unter Druck, die während früherer, weniger strenger Regulierungsregime in Litauen registriert wurden. Viele stehen nun vor der Herausforderung, entweder die EU-weiten Vorschriften einzuhalten oder den Markt zu verlassen. Der Regulierer betonte, dass Lizenzen entweder direkt aus Litauen oder von einem anderen EU-Mitgliedstaat erworben werden können. Allerdings müssen die Unternehmen eine genehmigte MiCA-Autorisierung besitzen, um im gesamten Block tätig zu sein. Allein die Registrierung wird nicht mehr ausreichen.
Rechtliche Konsequenzen und Nutzerhinweise
Obwohl keine spezifischen Sanktionen aufgelistet wurden, erlaubt das litauische Recht Geldstrafen, Anordnungen zur Einstellung der Geschäftstätigkeit und die Streichung aus dem nationalen Krypto-Register. Neben der Warnung an die Unternehmen gab die Bank von Litauen auch Hinweise für Krypto-Nutzer. Sie forderte die Kunden auf, zu überprüfen, ob ihr Dienstanbieter bis Ende des Jahres einen MiCA-Lizenzantrag gestellt oder erhalten hat. Wenn ein Anbieter plant, den Markt zu verlassen, sollten die Nutzer vor dem 31. Dezember handeln.
„Frühzeitiges Handeln verringert das Risiko von Dienstunterbrechungen oder Verzögerungen.“
Die Entwicklung des Krypto-Marktes in Litauen
Litauen war einst ein beliebtes Zentrum für Krypto-Firmen aufgrund seines schnellen Registrierungsprozesses. Allerdings haben die EU-Regulierer seitdem Maßnahmen ergriffen, um die Aufsicht nach Marktzusammenbrüchen und Verbraucherverlusten in den letzten Jahren zu verschärfen. MiCA führt einheitliche Regeln für Lizenzierung, Governance, Kapitalanforderungen und Verbraucherschutz in der gesamten EU ein. Nationale Regulierungsbehörden, einschließlich der Bank von Litauen, spielen nun nur noch eine Aufsichtsrolle über lizenzierte Unternehmen.
Mit dem näher rückenden Fristtermin ist die Botschaft Litauens klar: Krypto-Unternehmen müssen die EU-Standards erfüllen oder den Markt verlassen. Die Nutzer hingegen werden aufgefordert, nicht bis zu den letzten Tagen zu warten, um ihre Vermögenswerte zu sichern.