Michael Saylors Warnung an die Bitcoin-Community
In einem aktuellen Beitrag in den sozialen Medien hat der CEO von MicroStrategy, Michael Saylor, die Protokollveränderlichkeit – insbesondere den Drang nach komplexen neuen Funktionen – als das „größte Risiko“ für Bitcoin identifiziert. Sein provokanter Beitrag impliziert, dass „ambitionierte Opportunisten, die für Protokolländerungen plädieren“, potenziell das Hauptwertversprechen der weltweit führenden Kryptowährung, nämlich die Unveränderlichkeit, untergraben könnten.
Konflikt innerhalb der Bitcoin-Entwicklergemeinschaft
Saylor richtet sich speziell gegen eine wachsende Fraktion von Entwicklern und „aktivistischen“ Bitcoin-Anhängern, die für ehrgeizige Änderungen eintreten. Er bezieht sich wahrscheinlich auf umstrittene Upgrades wie BIP110, das darauf abzielt, die willkürliche Datenspeicherung aggressiv zu begrenzen. Dieser Vorschlag wurde von einem pseudonymen Entwickler namens Dathon Ohm Ende 2025 verfasst und wird weithin als Stellvertreterkrieg für Luke Dashjrs langjährige „Anti-Spam“-Philosophie angesehen.
Technische Details und Reaktionen
Die Hauptsoftware, die BIP-110 implementiert, ist Bitcoin Knots, der Client, der von dem umstrittenen Bitcoin-Entwickler gewartet wird. Der Soft Fork hat bisher Unterstützung von mehr als 2 % aller Bitcoin-Knoten erhalten. Die Spannungen zwischen den beiden Seiten eskalierten zwischen 2024 und 2025, als MicroStrategy „MicroStrategy Orange“ lancierte, ein dezentrales Identitätsprotokoll, das direkt auf Bitcoin unter Verwendung von Inscriptions basiert. Saylor hat das Recht der Nutzer verteidigt, Daten (JPEGs, IDs, Texte) auf Bitcoin zu beschriften, solange sie die erforderlichen Gebühren zahlen.
„Niemand im Knots/BIP-110 ist ein Opportunist, denn keiner von uns verdient Geld mit rücksichtsloser Protokollentwicklung. Wir wollen einfach nur unsere Ersparnisse sicher aufbewahren und Bitcoin als solides Geld für zukünftige Generationen bewahren,“ schrieb ein Befürworter von Dashjr als Antwort auf Saylors neuesten Beitrag in den sozialen Medien.
Es gibt auch Stimmen, die ausdrücklich für eine Ossifikation plädieren.
„Hört auf, Bitcoin zu verändern. Es ist nicht kaputt,“ sagte Adam Simecka, Gründer von Manna.