Empfehlung von Morgan Stanley zu Bitcoin
Morgan Stanley rät seinen Kunden, ein Engagement von 2% bis 4% in Bitcoin zu halten, da die Nachfrage nach regulierten Krypto-Produkten steigt. Diese Empfehlung wurde von Amy Oldenburg, der Leiterin der Digital Asset Strategy der Bank, während der Bitcoin-Konferenz in Las Vegas ausgesprochen.
Wachsendes Interesse und Herausforderungen
Oldenburg stellte fest, dass die Bank ein wachsendes Interesse ihrer Kunden an Bitcoin-Produkten beobachtet, jedoch die Akzeptanz durch Finanzberater nur langsam voranschreitet. Sie erklärte, dass das Problem weniger mit der Nachfrage selbst, sondern vielmehr mit Bildung und Bewusstsein zusammenhängt.
„Es ist nicht völlig ausgeschlossen“, sagte Oldenburg und betonte, dass große Banken noch mehr Abstimmung zwischen den Regulierungsbehörden benötigen.
Regulatorische Hürden
Oldenburg fügte hinzu, dass Bitcoin eines Tages auf den Bilanzen von US-Banken erscheinen könnte, machte jedoch deutlich, dass ein solcher Schritt nicht unmittelbar bevorsteht. Sie verwies auf die Richtlinien der Federal Reserve, die Basel-Kapitalregeln und die globalen regulatorischen Anforderungen als wesentliche Hürden.
Digitale Vermögenswerte und neue Produkte
Morgan Stanley hat bereits durch MSBT, sein Bitcoin-unterstütztes börsengehandeltes Produkt, in digitale Vermögenswerte investiert. Dieses Produkt zog in den ersten sechs Handelstagen mehr als 100 Millionen Dollar an. Oldenburg erklärte, dass diese frühen Zuflüsse von selbstgesteuerten Kunden kamen. Das Produkt war zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die Beratungsplattform von Morgan Stanley verfügbar, was eine Kluft zwischen der Kundenaktivität und der Akzeptanz durch Berater aufzeigte.
Stablecoin Reserves Portfolio
Darüber hinaus hat Morgan Stanley Investment Management das Stablecoin Reserves Portfolio ins Leben gerufen, einen Geldmarktfonds für Stablecoin-Emittenten. Der Fonds wird unter dem Ticker MSNXX gehandelt und ging am 23. April live. Er investiert in Bargeld, kurzfristige US-Staatsanleihen und Übernacht-Rückkaufvereinbarungen, die durch Staatsanleihen abgesichert sind.
Ziel des Fonds ist es, einen stabilen Nettoinventarwert von 1,00 USD und tägliche Liquidität zu gewährleisten. Das Produkt richtet sich an Stablecoin-Emittenten, die Reserven in regulierten Vermögenswerten halten müssen. Laut Crypto.news erfordert der Fonds eine Mindestinvestition von 10 Millionen USD, erhebt eine Verwaltungsgebühr von 0,15% und hat eine Nettoaufwandsquote von 0,20% nach Verzicht auf Gebühren.